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  • Mo., 25. November 2013, 22:30 Uhr
    „Lese-Omas“ für Bürstädter Kinder: Vorstellung und Kennenlernen der ehrenamtlichen Helfer für Kindertagesstätten durch Bürgermeisterin Bärbel Schader

    „Auf diesem Neuland künftig positive Erfahrungen sammeln”

    Sieben „Lese-Omas“ und ein „Lese-Opa“, die künftig freiwillig die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten in Bürstadt unterstützen, wurden am Montag von Bürgermeisterin Bärbel Schader vorgestellt. Die kleine Leonie, Enkelin einer der Helferinnen, freut sich schon auf den Einsatz der Lese-Omas in der Villa Kunterbunt  Foto: Sigrid Samson


    BÜRSTADT – Stolz begrüßte Bürgermeisterin Bärbel Schader am Montag die zukünftigen „Lese-Omas“, darunter auch ein „Lese-Opa“, im Sitzungszimmer des Rathauses in Bürstadt. Die Leiterinnen von vier ortsansässigen Tageseinrichtungen waren ebenfalls anwesend. Schader zeigte sich erfreut darüber, mit einer völlig neuen Idee starten zu können. „Wir schaffen eine Gewinnersituation für die Kinder der Stadt, aber auch für die Erwachsenen, die sich an diesem Projekt beteiligen“, so Schader. „Alle können davon profitieren.“

    Die Bürgermeisterin erwähnte, dass 8 Personen auf eine „Stellenangebot“ hin, welches bei der diesjährigen Gewerbeschau in Bürstadt vorgestellt wurde, gefunden wurden. Man suchte Menschen, die die Tageseinrichtungen bereichern, indem sie Geschichten von früher spannend erzählen, den Kindern etwas vorlesen oder mit ihnen singen, Spielbewegungs- und Bastelangebote wahrnehmen oder auch Gesellschaftsspiele mit den Kindern machen. Eigene Ideen konnten und können weiterhin gerne eingebracht werden.

    Die 7 Helferinnen sowie 1 Helfer - alle aus Bürstadt bzw. Bürstädter Stadtteilen - haben sich freiwillig gemeldet, die Erzieherinnen in mehreren Kindergärten und Kindertagesstätten in ihrer Stadt zu unterstützen. Diese Menschen - größtenteils selbst bereits Großeltern - haben grundsätzlich viel Freude daran, sich mit Kleinkindern zu beschäftigen, und möchten deshalb ihre Unterstützung gerne ehrenamtlich anbieten.

    Eva-Maria Klag, Sonhild Landgraf, Heike Stampfer-Prasch, Brigitte Glowatsch, Silke Marks, Waltraud Prasch, Horst Stampfer und Fatemeh Mortazavi werden ab sofort in Absprache mit den jeweiligen Einrichtungen als „Lese-Omas/Lese-Opa“ oder in ähnlichen Funktionen tätig sein. Laut Schader kann der Einsatz flexibel gestaltet werden. Auch spontane Aktionen sind denkbar, da es in Kindergärten immer wieder urlaubs- oder krankheitsbedingte Ausfälle gibt, darunter auch mal Küchendienste. Den Erzieherinnen kann dadurch sehr geholfen werden und es ist auch möglich, den Kindern einen anderen Blickwinkel zu geben. Oft fehlen Omas in den Familien. Diese Helfer könnten den Kindern auch etwas geben, was sie in dieser Form in ihrem Alltag nicht erfahren können.

    Die Vertreterinnen der Tageseinrichtungen freuen sich besonders auf die künftige Unterstützung: darunter Annika Ruh, Leiterin der Kinderkrippe „Wichtelburg“ für Kinder unter 3 Jahren, Iris Schaffner, Leiterin des Kindergartens „Sonnenschein“, Andrea Ziegler, stellvertretende Leiterin der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ (auch für Kinder unter 3 Jahren) sowie Annette Klein vom Kindergarten „Villa Kunterbunt“ (für 3-6-jährige). Aufgrund des veränderten Betreuungsauftrags ist es den Erzieherinnen heutzutage kaum mehr möglich, etwas Glanz in den Alltag der Kinder zu bringen. Dafür können in Zukunft die „Lese-Omas“ sorgen. Sie werden nicht täglich eingesetzt: es soll auch für die Kinder etwas Besonderes werden.

    „Ein entsprechender Versicherungsschutz für diese ehrenamtliche Tätigkeit ist gewährleistet. Die Beteiligten erhalten mit einer offiziellen Beauftragung durch die Stadt Bürstadt den erforderlichen Versicherungsschutz“, fügte Bärbel Schader hinzu und bedankte sich bei allen, die sich bereit erklärt haben, ihre Dienste freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Sie zeigte sich optimistisch, auf diesem Neuland künftig positive Erfahrungen sammeln zu können. Weitere gemeinsame Treffen zum Erfahrungsaustausch in eventuell halbjährlichen Abstand sind vorgesehen.

    Sigrid Samson

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