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  • Do., 17. April 2014, 09:16 Uhr
    CDU-Frauenfrühstück angereichert mit Europa-Wahlkampf

    „Aufbruch in den Frühling“




    BÜRSTADT – Die Sonne strahlte in den schönen Saal des Historischen Rathauses und unterstrich die entspannte Stimmung beim CDU-Frauenfrühstück am vergangenen Samstag. Ein reichhaltiges Frühstücksbüffet und lebhafte Tischgespräche bestimmten den geselligen Teil des Vormittags. Fröhlich bunt leuchteten die frisch gedruckten Flyer zur Marktplatzeröffnung und  Frühjahrsmarkt auf den Tischen. Über fünfzig Frauen hatten sich zu diesem alljährlichen Ereignis angemeldet. Im letzten Jahr stand die Veranstaltung im Zeichen der Bürgermeisterwahl, Kandidatin Barbara Schader stellte ihr Programm vor. Diesmal stand die Wahl zum Europäischen Parlament im Fokus. Als Redner war Michael Gahler MdEP eingeladen, der schon seit fünfzehn Jahren Mitglied des Europäischen Parlaments ist und wieder für die CDU in Südhessen kandidiert. Christine Eberle, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, begrüßte unter den Gästen namentlich die Bürgermeisterin, den Parteivorsitzenden Alexander Bauer, die Vorstandsmitglieder Renate Gayer und Kerstin Dexler sowie Kirstin Garb, Ortsvorsteherin in Riedrode. Die Kanzlerin, merkte Eberle scherzhaft an, konnte leider nicht hier sein. Ein Jahr ist vergangen, in dem viel passiert sei, sagte Eberle und fasste zusammen: Seit dem 1. Juli ist Bärbel Schader Bürgermeisterin, Riedrode hat mit Kirstin Garb eine Ortsvorsteherin bekommen und im November wurde bei den CDU-Vorstandswahlen Alexander Bauer zum neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem sich Ewald Stumpf für den Vorsitz nicht mehr zur Verfügung stand. Neben den parteipolitischen Veränderungen nannte Eberle unter anderem die „Neue Mitte“ in Bürstadt, die Erweiterung der Schülerbetreuung und das Unternehmerfrühstück – mit dem Resümee: „Es ist ein Aufbruch in den Frühling“. Nach der kulinarischen Stärkung sprach Michael Gahler zum Thema Europa, wie sich die CDU Europa vorstellt. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Drei-Prozent-Hürde für das Europäische Parlament nannte Gahler „ärgerlich“ – dies schwäche den deutschen Einfluss durch kleine Randgruppen. Von den 751 Parlamentsmitgliedern sind derzeit 99 deutsche Abgeordnete, nach der Wahl werden es nur noch 96 sein. Eine hohe Wahlbeteiligung erhöhe die Chancen für die großen Parteien. Die CDU/CSU-Gruppe gehört der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament an. Ziel sei, nach den Wahlen stärkste Fraktion im Parlament zu bleiben. Dem politischen Gegner im Wahlkampf zeigte Gahler die „rote Karte“ – Schuldentilgungsfonds oder Euro-Bonds, wie sie die SPD favorisiere, werde es mit der CDU nicht geben. Auch dem französischen Präsident Hollande zeigte Gahler die „rote Karte“. Weitere Themen waren die „Tragödie von Lampedusa“ und die Lage in der Ukraine. Aus der Arbeit der Abgeordneten griff Gahler einige EU-Entscheidungen auf, die auf kommunaler Ebene, bei Feuerwehren und Rettungsdiensten auch in Hessen für Befürchtungen und Irritationen gesorgt hatten. Dem Einsatz der Abgeordneten sei es beispielsweise zu verdanken, dass die Rettungsdienste für ihre Nutzfahrzeuge nun nicht die teure Euronorm 6 einhalten müssen und die Kommunen müssten sich nicht um die Wasserkonzession sorgen. Gahler gab den Zuhörerinnen zu bedenken: „Nicht alles droht aus Brüssel, manches kommt aus Berlin oder den Ländern“.  Hannelore Nowacki

     

    Michael Gahler zeigte dem politischen Gegner im Wahlkampf die „rote Karte“. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

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