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    KATHOLISCHE JUNGE GEMEINDE: Restvermögen in Höhe von 4.000 Euro gespendet / Das Herz schlägt für Kinder und die KjG

    Auflösung der KjG St. Peter

    Die Katholische junge Gemeinde St. Peter hat ihr Restvermögen von 4.000 Euro zu gleichen Teilen an den Verein für Kinderhauserziehung in Bensheim-Auerbach und an das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden gespendet. Zur symbolischen Scheckübergabe waren Pfarrer Peter Kern (von rechts), Kassenwart Daniel Schwöbel, Danica Maidhof aus Wiesbaden, Lothar Müller-Wimmer aus Auerbach sowie Cathrin Kipfstuhl, Hildegard Rother und Selina Kipfstuhl gekommen. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Die Katholische junge Gemeinde St. Peter (KjG) löst sich nach 30 Jahren auf. Es mangelte der kirchlichen Kinder- und Jugendgruppe am Ende an Kindern, jungen Leuten und Gruppenleitern, die sich neben Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf in ihrer Freizeit um die vielfältigen Aufgaben hätten kümmern können. Das ist die schlechte Nachricht. Trotz dieser traurigen Lage gibt es eine positive Nachricht: Nach der Auflösung der KjG verblieb ein Restvermögen, das nun Kindern, Müttern und Jugendlichen in Not zu gute kommt – die KjG spendete je 2.000 Euro an das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden und an den Verein Kinderhauserziehung mit Sitz in Bensheim-Auerbach.

    Im September habe die KjG die Auflösung beschlossen, teilte Kassenwart Daniel Schwöbel beim Treffen mit den Vertretern der Spendenempfänger am Freitag im Pfarrsaal von St. Peter mit. „Uns liegt am Herzen, dass die Spenden Kindern und Jugendlichen zu gute kommen“, betonte er. Die Spenden seien bereits überwiesen. Betrübt wirkte Pfarrer Peter Kern, der die KjG rückblickend über fast 30 Jahre als Verband schilderte, der in der Gemeinde zuhause war und viele Kinder und Jugendliche angezogen hatte. Die Kinder und Jugendlichen hätten sich in der Pfarrei St. Peter und der Pfarrgruppe wohlgefühlt. „Jetzt ist es vorbei, alles hat wohl seine Zeit“, folgerte Pfarrer Kern. Doch sei die Jugendarbeit der Gemeinde weiter aufgetragen, sagte Pfarrer Kern mit Blick auf die Pfadfinder und Sternsinger. „Alles zarte Pflänzchen, die wir weiter wachsen lassen“.

    Danica Maidhof, beim Bärenherz Kinderhospiz Wiesbaden für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, dankte der KjG für die Spende, die man gut gebrauchen könne. In Wiesbaden werde ein Erweiterungsbau erstellt. Lothar Müller-Wimmer, Geschäftsführer des Vereins Kinderhauserziehung, erläuterte die Schwerpunkte der Arbeit im ambulanten und stationären Bereich in der Kinder- und Jugendhilfe.

    Im Mutter-Kind-Haus bekämen Mütter die Unterstützung, die sie brauchen, damit es den Kindern gut gehe. Die Spende werde für den dortigen Spielplatz verwendet. Wehmütig schaute Hildegard Rother, Vorsitzende der Pfarrleitung, auf ihre KjG zurück, von Anfang an war sie dabei. Sie habe einen Kloß im Hals gehabt, als es gerade wieder um die Auflösung ging, erzählte sie im Gespräch nach dem offiziellen Teil des Treffens. An ihrer Seite zwei frühere Gruppenleiterinnen, die 20-jährige Selina Kipfstuhl und die 26-jährige Cathrin Kipfstuhl, die sich gerne an die erlebnisreichen Zeiten und schönen Begegnungen erinnern. Ganz vorbei sei es nicht, erzählten die beiden, man komme im kleineren Kreis zusammen, gehe essen oder sitze gemütlich zusammen. Rückhalt sei nach wie vor da.

    Einen gut gefüllten Ordner hatte Hildegard Rother mitgebracht, mit Fotos und Zeitungsberichten, Erinnerungen an die aufgeführten Theaterstücke, die lustigen Zeiten und vielen Freizeiten. Nach Italien an den Lago Maggiore war die KjG gefahren, mit Familie und Freunden, auch Nichtmitglieder konnten mitkommen. Die letzte Freizeit war 2019 am Mondsee in Österreich. Ein Strahlen kommt bei dieser Erinnerung in die Augen. Einen großen Dämpfer habe Corona gebracht, meinte Cathrin Kipfstuhl. Aber „Hilde wird immer die KjG für uns bleiben“. Auch der Gruppenraum bleibe bestehen. Einst hatten sich die Gruppen der KjG lustige Namen gegeben wie „Die frechen Früchte“, „Die Grashüpfer“ oder „Tolerante schwarze Schafe“. Hannelore Nowacki

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