
BÜRSTADT – In der Bürgerstadt mit Herz weiß man die Vorweihnachtsweihnachtszeit mit allerlei Vergnügungen zu bereichern, die Menschen aus nah und fern anziehen und gesellig zusammenbringen wie beim dreitägigen Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende zum zweiten Advent. Wie 2012 vor dem Umbau des Marktplatzes hat der Weihnachtsmarkt wieder an seinen Ursprungsort zurückgefunden, organisiert von Tim Lux, der für das Stadtmarketing zuständig ist. In seiner Eröffnungsrede lobte Bürgermeister Boris Wenz Tim Lux für das stimmige Konzept und dankte auch den Mitarbeitern des Betriebshofs für die zuverlässige Arbeit und den großen Einsatz beim zeitgerechten Aufbau. Noch im letzten Jahr feierten die Bürstädter und die auswärtigen Besucher den „Adventszauber“ am Rathaus im Bürgerhauspark, der sich bis hin zum Weihnachtsdorf beim Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth erstreckte und durch die farbige Illumination der prächtigen Parkbäume romantisches Flair entfaltete. Organisiert wurde das vorweihnachtliche Ereignis viele Jahre von der IG Adventszauber, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit einstellte. Aus allen Richtungen strömten am Freitagnachmittag die Weihnachtsmarktbesucher zum Marktplatz, machten ihre Runde zu den weihnachtlich geschmückten Ständen und Holzhäuschen, die den 13 Vereinen und Ausstellern von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Die Kinder hatten Spaß am Karussell. Einen besonderen Ort der Begegnung und des Miteinanders, um in den hektischen Zeiten zur Ruhe zu kommen, nannte Moderatorin Sandra Beilstein den Weihnachtsmarkt in ihrem Begrüßungswort, das Mikrofon reichte sie an Bürgermeister Wenz weiter, der mit Sonnenbotschafterin Michelle Ohl den Weihnachtsmarkt eröffnete.
Foto: Hannelore Nowacki
Tradition und Kultur
Tradition und Kultur verbinde sich in der Vorweihnachtszeit in Bürstadt, betonte Bürgermeister Wenz. „Und morgen kommt der Nikolaus vorbei“, war seine Botschaft an die Kinder für den Samstag. Tradition zur feierlichen Eröffnung hat der Auftritt des Kinderchors der Harmonie, diesmal zum 35. Mal wie Chorleiter Michael Held dem erwartungsvollen Publikum unter dem Markthallendach mitteilte. Lieder für den Frieden und moderne Weihnachts- und Winterkinderlieder hatte der Kinderchor im Repertoire, als Zugabe wie jedes Jahr führten die Kinder das lustige „Winter-ABC“ mit viel Bewegung auf. Auf Hebräisch, Deutsch und Englisch sangen die Kinder „Wir wollen Frieden für alle“. Wichtig natürlich auch die Frage „Habt ihr den Weihnachtsmann gesehen“ und der Wunsch „Nikolaus, pack’ die Taschen aus“. Für den großen und kleinen Hunger hatten die vielen Bürstädter Vereine eine abwechslungsreiche Speisekarte zusammengestellt, jeder eine eigene Spezialität. Ein breites Angebot hatte der TV Bürstadt an zwei Ständen, Bratwurst hatte der MGV Sängerlust auf der Pfanne, während die Angler vom ASV 1933 mit Calamaris und Kibbelingen punkteten. Die Katholische Kirchenmusik (KKM) hat nicht nur das perfekte Gespür für jede Tonlage, auch die Burgerbrötchen mit Saumagen waren der Hit, dazu passten Glühwein oder Punsch. Beim Pfeil- und Bogenclub trafen die Weihnachtsmarktbesucher mit Kartoffelpuffern geschmacklich ins Gelbe, was auch die frühere Bürgermeisterin Barbara Schader mit Ehemann Klaus und Begleitung zu schätzen wusste.
Spaß an der guten Stimmung
Wo es zu essen und zu trinken gab, waren die Buden und Stände umlagert, man traf sich in großen und kleineren Gruppen in heiterer Stimmung wie Susanne Nellesen am TSG-Stand, die extra aus der Nähe von Aachen angereist war, um mit Freunden die hiesigen Weihnachtsmärkte zu besuchen. „Mit den Vereinen ist der Weihnachtsmarkt in Bürstadt ganz toll, wichtig auch für die Kinder und Familien“, meinte sie begeistert. Am Vortag sei sie in Mannheim gewesen und wolle noch nach Bensheim, aber „die kleinen regionalen finde ich schöner, besonders auch für die Kinder“. Jürgen Wietlake dagegen erinnert sich gerne an den „Adventszauber“ im Bürgerhauspark, den er deutlich schöner und mit weihnachtlicher Atmosphäre empfand. Dass die Bewohner von St. Elisabeth nun nicht mehr in das Bürstädter Weihnachtsmarkterlebnis integriert sind, fanden manche Befragte bedauerlich. Zum Weihnachtsmarkt auf dem Vorplatz am Haupteingang von St. Elisabeth findet am kommenden Freitag von 15 bis 21 Uhr der eigene Weihnachtsmarkt mit Lagerfeuer, Zelt und Chören statt, zu dem jeder eingeladen ist. Spaß hatten auch die Kollegen der Mannheimer Firma Roche mit Bekannten aus Ludwigshafen, Worms und Bürstadt, die sich die angebotenen Köstlichkeiten beim TSG-Stand schmecken ließen. „Super schön“ fanden sie den Weihnachtsmarkt und Wolfgang Sauer meinte, hier sei es im Vergleich enger und kuscheliger, vor zwei Jahren im Park habe man nasse Füße bekommen. Am Stand des Interkulturellen Büros der Stadt Bürstadt hatten Gerasimoula Grigoraki und Stefanie Reis mit der „Interkulturellen Tombola der Vielfalt“ an zwei Tagen für ein Highlight gesorgt: 50 Gutscheine im Gesamtwert von 480 Euro war zu gewinnen. Die Spenden kamen von Geschäften in Bürstadt, Bobstadt und Biblis mit Migrationshintergrund. Den türkischen Tee, aromatisch und wärmend mit Nelken und Zimt, hatte Fatma Aya angesetzt, sie ist Mitglied der Integrationskommission der Stadt Bürstadt. Wie Stefanie Reis erklärte, kommen alle Spenden in den Topf der Jahresspende für soziale Zwecke. Der frühere „Bazar der Köstlichkeiten“ war im kleinen Format mit täglich wechselnden Speiseangeboten integriert. Organisator Tim Lux ist in der Nachschau mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“ wie er nach Gesprächen mit den Standbetreibern auf Nachfrage des TiP bekräftigt. Schlimmes Regenwetter am Sonntag, aber trotzdem überraschend viele Besucher, das freut Tim Lux besonders. Sein Fazit: „Es war eine schöne Veranstaltung“.
Hannelore Nowacki























Beitrag aus der Rubrik