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  • Mo., 17. Dezember 2018, 11:16 Uhr
    Sängerbund stimmt auf Weihnachten ein

    Aus der Armut eines Stalles

    Der Chor Purple Voices widmete sich dem moderneren Liedgut aus dem Genre der Weihnachtslieder. Foto: Ehret


    HÜTTENFELD - Alle Jahre wieder stimmt der MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld seine Mitglieder und Freunde auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Die schmucke, und für ihre gute Akkustik bekannte Herz-Jesu-Kirche war wie immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Und das ist auch kein Wunder, nimmt doch der Verein mit seinen vier Chören, das sind die Young Voices unter der Leitung von Ronald Ehret, sowie der Männer- und Frauenchor und der gemischte Chor „Purple Voices“ geleitet von Marc Bugert mit gut 70 Sängerinnen und Sängern einen Teil des Kirchenschiffes schon ein. Nach der Begrüßung durch den Pfarrgemeinderat in Person von Rainer Brauksiepe füllten die jüngste Abteilung, die „Lil‘ Young Voices“, die Stufen vor dem Altar. Herzerfrischend besangen die Kinder den stressigen „Heilig Abend“ oder wie sie sich vor der Kälte im Winter schützen können. Mutig zeigten sich sogar die Kleinsten, als sie sich solistisch ans Mikrophon wagten. Zum Nachdenken anregend war ihr Lied „Engel“ – es müssen nicht Männer mit Flügeln sein. Ronald Ehret selbst begleitete die 15 Kinder auf dem Keyboard. Die „Purple Voices“, farblich ganz auf den Namen abgestimmt, widmeten sich dem moderneren Liedgut aus dem Genre der Weihnachtslieder. „Singt Gloria“ wurde von den 24 Sängerinnen und Sängern stimmkräftig interpretiert. Und auch mit „Advent Peace Canon“ – angelehnt an den bekannten Kanon von Johann Pachelbel - oder „Happy X-mas“ katapultierte Dirigent Marc Bugert vom Keyboard aus seinen Chor zu Höchstleistungen und animierte das Publikum zu frenetischem Beifall. Besinnlich und sehr zart dann die „Young Voices“ – ebenfalls von Ronald Ehret am Keyboard begleitet. Sie intonierten mit „Aus der Armut eines Stalles“ den Titel des Konzertes und überzeugten mit einer jazzigen Nummer „What month was Jesus born in“. Anrührend zeigte sich das neue Kirchenlied „Anker in der Zeit“ in Melodie und Text. Im Übrigen bewiesen die 15 jungen Damen, dass sie sehr wohl auch deutsche Texte zu singen vermögen. Das zeigten auch der Frauenchor, der hoch oben von der Empore sang. „Winter hüllt in Stadt und Land“ und „Leise rieselt der Schnee“ sind wahre Weinhnachtsklassiker mit denen der Chor begeisterte. Für einen instrumentalen Farbenklecks aus dem Genre des Jazz sorgten dann Philipp Fortner mit dem für Weihnachtsmusik eher untypischen Saxophon, begleitet von Marc Bugert am Keyboard.

    Der Männerchor hatte sich mit Stimmen der Harmonie Fehlheim verstärkt. Und die zeigten, das sie nach wie vor mit vollen Stimmen den Kirchenraum zu füllen vermögen. Sie griffen einmal mehr in ihr großes Repertoire, mit dem sie seit Jahren das Publikum zu begeistern vermögen. Dazu gehören „Die Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnet und das amerikanische „Trommellied“ in einem Satz von Wolfgang Lüderitz. Gewaltig zum Abschluss die „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven. Kinder- und Jugendchor brachten das Publikum dann mit „Der Geist der Liebe und Besonnenheit“ wieder in besinnliche Stimmung. Lucia Andolfatto, Julia Plenert und Alexia Proissl taten sich rührend als Solisten hervor. Nachdem dann alle Akteure des frühen Adventsabends gemeinsam „Frohe Weihnacht“, der deutschen Version von „We wish you a merry Christmas“, anstimmten, bescherte der Nikolaus dann noch die anwesenden Kinder. ehr

     

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