Mitglieder des Vereins für Briefmarken und Münzenkunde unterwegs in Heppenheim
Ausflug ins Geldmuseum
Die Mitglieder des Vereins für Briefmarken und Münzenkunde machten im Geldmuseum Heppenheim einen historischen Streifzug durch die Geschichte des Geldes. Foto: oh
BIBLIS - Zu einem Ausflug nach Heppenheim hatte der Verein für Briefmarken und Münzenkunde Biblis seine Mitglieder eingeladen. Die im Jahre 1830 gegründete Sparkasse Starkenburg betreibt am Laudenbacher Tor 4, dem alten Sparkassengebäude über eine Stiftung ein Museum, das Geldmuseum. Eine größere Anzahl ehrenamtlicher Mitglieder des Stiftungsvereins war an diesem Tag im Museum, um Führungen durchzuführen. Es war der internationale Museumstag. Eine Gruppe von 14 Vereinsmitgliedern hatte sich zur Führung im Museum eingefunden und wurde von den Museumsverantwortlichen begrüßt. Neben dem geschichtlichen Hintergrund der Sparkasse, der anschaulich erläutert wurde, ging es dann durch die ersten Räume in denen frühe Geldzähl- und Geldrollmaschinen sowie Schreib- und Rechenmaschinen ausgestellt waren. Die Regale waren bestückt mit den ersten Kassenbüchern und im Kontor saß naturgetreu ein grauhaariger „Mitarbeiter“ an seinem Schreibtisch. Alte Sparkassenbücher und Spardosen waren ebenso zu sehen wie natürlich auch der Werdegang des Gelds seit der Reichsgründung 1871 mit Einführung der Reichsmark. Hier konnte man sich einen Überblick über die alten Münzen und Geldscheine in Mark-Währung verschaffen. Es gab auch eine Vitrine mit Geld aus Heppenheim und der näheren Umgebung. Hier waren Kriegsersatzgeld und Geldscheine aus der Hochinflationszeit ausgestellt. Werte von Millionen, Milliarden und sogar Billionen Mark waren zu sehen. Eine Sonderausstellung befasst sich mit dem Zeitalter des Großherzogtums Hessen, die als Leihgabe des Wald-Michelbacher Stoewer Museums zur Zeit im Geldmuseum weilt. Eine Sammlung ausgewählter Exponate aus vier Kontinenten bildeten den Abschluss des Rundgangs im Museum. Neben den allgemein bekannten Kauri-Muscheln dienten auch viele Stücke des täglichen Gebrauchs als Zahlungs- beziehungsweise Tauschmittel. Die kundigen Führer hatten Fragen und Anekdoten zu einzelnen Themen parat und so wurde der Museumsbesuch zu einem richtigen Erlebnis. Zum Schluss der Führung wurde die Bibliser Gruppe noch zu einem kleinen Sektumtrunk, natürlich mit einem Heppenheimer Eigengewächs, eingeladen. zg