Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 21. Januar 2016, 10:37 Uhr
    Musikzug-Nachwuchs unterwegs im Museum Schloss Freudenberg

    Ausprobieren, erleben und experimentieren

    Highlight der Führung war für den Musikzug-Nachwuchs der Besuch des Klangraumes. Foto: oh


    BÜRSTADT - Am letzten Sonntag machte sich der Nachwuchs des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt/Hofheim auf den Weg nach Wiesbaden. Das Ziel war Schloss Freudenberg, ein Museum der Sinne, soll heißen: Im Schloss Freudenberg geht es im Gegensatz zu gewöhnlichen Museen darum, auszuprobieren, zu erleben und zu experimentieren. Gleich im Foyer standen zum Beispiel Wasserschalen mit Griffen daran. Wer hätte gedacht, dass man mit der Reibung von Griffen „Frequenzen“ erzeugt, welche die Schale zum Erklingen bringt und das Wasser im Inneren zum Tanzen? Das wollten natürlich alle Kids schaffen. Sie legten den entsprechenden Ehrgeiz an den Tag: das Wasser zum Tanzen zu bringen war dann aber gar nicht so einfach, wie es aussah. Aber es gab natürlich noch viel mehr zu entdecken, deshalb hatte der Musikzug eine exklusive Führung gebucht. Das Highlight der Führung war der Besuch des Klangraumes. Das war der besondere Wunsch des Musikzug-Nachwuchses: Ein ganzer Raum voll mit unterschiedlich großen und verschieden gearbeiteten ostasiatischen Metallgongs, sogenannte „Tamtams“. Alle dachten, das ist etwas Bekanntes. Aber kein Gong war wie der andere, jeder Klang war anders. Schon eine ganz sachte Bewegung des Schlegels konnte den Gong unter Umständen in eine Frequenz versetzen, deren Lautstärke im Raum kaum auszuhalten war. Aber der Raum bot noch mehr ganz unterschiedliche Klangerlebnisse, in die man sich auch buchstäblich hineinlegen konnte. Am Ende wussten alle: So einfach manche Dinge auch zu sein scheinen, so überraschend können sie auch sein. Die Führung jedenfalls verging wie im Flug. Danach hatten alle noch die Gelegenheit sich den Rest des Schlosses anzusehen, die Stationen noch einmal zu besuchen, die besonders gefallen hatten oder auch die, die gar nicht Teil der Führung waren. So verbrachten die einen Zeit an Pendeln und Saiteninstrumenten, andere wiederum an den „Singing Drums“, wo man erleben konnte, welchen Einfluss die Größe der Trommeln und der Weg des Schalls auf den Klang haben können. Auch die Winterpracht, die rund ums Schloss im Park herrschte, hatte es doch an diesem Tag in Wiesbaden kräftig geschneit, lud zu der ein oder anderen Schneeballschlacht ein. Sinne-Abenteuer machen allerdings hungrig und durstig: Das Angebot des Cafés mit Kuchen, Eis, Brezel und Tee wurden gerne von den Jungmusikern genutzt. So ging ein lehr- und erlebnisreicher und damit ziemlich interessanter Mittag zu Ende. Beindruckend, wie es das Team vom Schloss Freudenberg schaffte Kinder unterschiedlichsten Alters, in diesem Fall von 8 bis 17 Jahren, zu faszinieren. Und wahrscheinlich wird es für so manches Kind, das an diesem Tag dabei war, nicht der letzte Ausflug dorthin gewesen sein. Dank unserer Sinne gibt ja noch so viel mehr zu entdecken. zg

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1