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Mo., 15. Mai 2023, 09:27 Uhr
AUTOMOBIL: Volle Innenstadt bei Oldtimer-Treffen mit Musik auf der Domwiese und attraktive Autoschau
Autohäuser glänzten in der Kaiserstraße – gute Stimmung überall
Bei der autoMOBIL und dem Oldtimertreffen am Dom schlugen die Herzen der Autoliebhaber höher. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Rosen und Blumentöpfchen zum Muttertag, die Innenstadt voller Attraktionen und gut gelaunte Menschen überall aus nah und fern schon am frühen Vormittag, Trubel mit stetig steigender Tendenz – die Autoschau „autoMOBIL“ und das Oldtimer-Treffen lockten am Sonntag tausende Besucher nach Lampertheim, ein Sonntag, der diesmal kein offizieller verkaufsoffener Sonntag war. Ein schönes Geschenk an alle war das freundliche Maiwetter, mit Sonne und Wolken im Wechsel, aber regenfrei. Den festlichen Rahmen in der Römerstraße und an der Domkirche boten die blühenden Kastanienbäume. Ab zehn Uhr hatten Autohäuser der Region und Dienstleister die Kaiserstraße zwischen Wilhelmstraße und Amtsgericht in eine Meile der Faszination moderner Fahrzeugtechnik und Mobilität verwandelt, wobei die Optik der gezeigten Modelle unweigerlich die Herzen höherschlagen ließ. Nicht nur schauen, auch am Steuer sitzen, den Kofferraum begutachten und das Gespräch mit den Inhabern und Verkäufern der Autohäuser standen hoch im Kurs. Das Interesse an den Fahrzeugen mit Verbrennertechnik bewies, dass diese weiterhin in der Kundengunst ganz weit oben liegt. „Ich könnte das E-Auto zuhause gar nicht laden“, gab ein Mann zu bedenken. Ganz nach persönlichem Wunsch haben die Autohäuser jedoch alles zu bieten – den modernen Benziner, das Hybrid-Fahrzeug, das nie an die Steckdose muss, das Plug-in-Hybrid-Auto und das rein elektrisch fahrende Auto. Auch Rat zur Finanzierung war gefragt. Mit der Politik der Bundesregierung sind viele Bürger nicht zufrieden, das sei in Gesprächen deutlich geworden, wie zu hören war. Sehr zufrieden mit der Resonanz zeigten sich die Inhaber und Verkäufer der Autohäuser Korb mit Ford-Modellen, DS-Automobile aus Hofheim mit KIA, das Autohaus Edgar Schmitt aus Lorsch mit Mitsubishi und das Autohaus Schläfer aus Bürstadt mit Fahrzeugen von Hyundai. Ein Blickfang waren die elektrischen Kompakträder am Stand des Rad-Sportshops Odenwald Bike aus Lorsch. Bei Mobility Service, der Kfz-Meisterwerkstatt für alle Marken, sind auch Wohnmobile und Wohnwagen für die Nachrüstung, Wartung und Reparatur in besten Händen. Zeitgleich rollten pausenlos die Oldtimer-Fahrzeuge aller Klassen aus Richtung Neuschloßstraße und Heimatmuseum kommend am Europaplatz ins Ziel, empfangen mit einem herzlichen Willkommen und persönlichen Worten von Roland Marke, der zudem für die zahlreichen Zuschauer zu jedem Fahrzeugtyp detailreiche Ausführungen zu Baujahr und Besonderheiten parat hatte. Ganz ungewohnt – deftige Abgaswolken waberten unsichtbar über der Römerstraße und folgten dem Wind, auch sorgten manche Oldtimer mit Röhren nach Hirschart und Knattern für den Ohrenschmaus. Jedes alte Auto hat seine Geschichte, die den Besitzern ebenso Freude macht wie die historische Technik. Heinz Ross nennt seinen schwarzen Opel Corsa mit gepflegten 45 PS, Baujahr 1991, liebevoll Rossi. Im winzigen Zyndapp Janus 250 von Hans-Peter Engel aus Weinheim steckt sogar eine Familiengeschichte in dritter Generation. Mit 14 PS kommt das Gefährt mit Vordertür auf 85 km/h. Bernhard Appelt aus Hofheim ist stolzer Besitzer eines glänzend blauen VW Käfers mit Brezelfenster, Baujahr 1951, mit Trittbrett und Klappe zur Innenbelüftung, damals schon als Rheumaklappe erkannt. Nur zu Oldtimertreffen und zur nötigen Bewegung darf er aus Steuergründen seinen Käfer nutzen. Ganz anders hält es Susanne Schmechel aus Pirmasens mit ihrem VW-Campingbus T2B, Baujahr 1979, den sie fröhlich-gemütlich behäkelt und eingerichtet hat – zum Vergnügen auch der Betrachter. Im Oldie-Camper macht sie Urlaub zu Zweit und ist fast jedes Wochenende unterwegs. Alles für einen entspannten Aufenthalt ist drin und dran. Hannelore Nowacki