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Do., 13. Dezember 2018, 09:05 Uhr
Bürgermeister Störmer über erneute Verschiebung des Umbaus wütend und enttäuscht / Keine Provisorien für Fahrstuhlnutzung
„Bahn lässt Stadt Lampertheim im Regen stehen”
Der Umbau des Lampertheimer Bahnhofes verzögert sich weiter – Bürgermeister Gottfried Störmer fordert die Bahn auf, endlich zu handeln. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Es ist ein Thema, das Bürgermeister Gottfried Störmer nicht nur bewegt, sondern sichtlich verärgert, wie bei einem Magistratspressegespräch am Mittwoch deutlich wurde: Der Umbau des Bahnhofes und das nicht enden wollende Lied von der Verzögerung desselben: Fahrstühle die nicht funktionieren und keine Möglichkeit, sich bei schlechtem Wetter auf dem Bahnsteig unterzustellen: Pendler und Gäste, die am Lampertheimer Bahnhof aus- und zusteigen, brauchen schon seit längerem starke Nerven. Dabei sollte der Umbau des Bahnhofs laut der Deutschen Bahn schon längst abgeschlossen sein. Jetzt wurde der Verwaltung erneut mitgeteilt, dass die Bahnsteige erst im Juni 2019 überdacht und somit auch die Fahrstühle in Betrieb genommen werden sollen. „Eine Garantie dafür haben wir von Seiten der Bahn aber auch nicht bekommen“, sagt Bürgermeister Störmer. „Es ist ein absolutes Trauerspiel. Ursprünglich war die Fertigstellung für Herbst 2016 angedacht.“ Allerdings haben laut Störmer erfolglose Ausschreibungen von Baumaßnahmen durch die Bahn zu weiteren Verzögerungen geführt.
Die erneute Verzögerung lässt das Stadtoberhaupt wütend zurück. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ein weiteres Aufschieben der Arbeiten nicht mehr akzeptabel ist“, sagt Störmer.
Im Dezember diesen Jahres sollten zudem eigentlich die Aufzüge provisorisch überdacht werden, damit diese genutzt werden können – ohne entsprechende Überdachungen ist die Nutzung untersagt. „Selbst der Bitte, wenigstens die Fahrstühle mit provisorischen Dächern auszustatten, sodass diese in Betrieb genommen werden können, ist die Bahn nicht nachgekommen.“ Laut Störmer sei den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr zu vermitteln, warum die Aufzüge für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zwar bereits seit einem guten Jahr eingebaut, allerdings noch immer nicht in Betrieb seien. Außerdem verkenne man bei der Deutschen Bahn, dass seit Ankündigung der Maßnahme jährlich 180.000 Euro im städtischen Haushalt eingestellt werden, die aufgrund der Verzögerungen aber seit drei Jahren nicht verausgabt werden können. „Das bläht unseren Haushalt unnötigerweise auf“, so Störmer weiter.
Die Modernisierung des Lampertheimer Bahnhofes wird im Rahmen des Ausbaus der zweiten Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar durchgeführt. Bereits kurz nach Bekanntgabe des Rahmenterminplans wurde von Seiten der Bahn mitgeteilt, dass der damals avisierte Starttermin für die Inbetriebnahme der S-Bahn nicht gehalten werden kann. Um weiteren Verzögerungen vorzubeugen, hat der Behördenleiter eine klare Forderung: „Ich erwarte von der Deutschen Bahn, dass sie provisorische Dächer errichtet, um die Fahrstühle in Betrieb zu nehmen. Somit können wir Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen unserer Stadt zumindest den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen gewährleisten.“ red