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  • Do., 27. Juni 2019, 09:49 Uhr
    Bürgerinfoveranstaltung zur Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes in Hofheim / Bürger werden weiter mit eingebunden

    Bahnhofsvorplatz soll Treffpunkt für alle Generationen werden

    Die Bürgerinfoveranstaltung zur Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes in Hofheim stieß auf reges Interesse. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM - Marode Fahrradständer, fehlende Sitzgelegenheiten, beschädigte Mülleimer, eine Bushaltestelle ohne Unterstand, abrupt endende Gehwege, Schotter-Parkplätze, Brachflächen. Der Bahnhofsvorplatz ist nicht gerade eine Visitenkarte für Hofheim. Wie eine Umgestaltung aussehen könnte, das wurde am Dienstag bei einer Bürgerinfoveranstaltung vorgestellt. 

    Sebastian Ernst, Student der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern, hat sich im Rahmen seiner Masterarbeit mit der Zukunft des Hofheimer Bahnhofumfelds befasst. Das Projekt startete im vergangenen Jahr mit einer Impulsbefragung, von November bis Dezember konnte die Bevölkerung online, per Karte oder auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt im persönlichen Gespräch mit dem 28-Jährigen Ideen und Anregungen einbringen. 87 Impulse waren zusammengekommen, so Ernst. Barrierefreiheit sei ein großes Thema, gefolgt von dem Wünschen: Erweiterung des Park Dieulouard, Beleuchtungskonzept, öffentliche Toilette und Erhalt der Pflastersteine. Ortsvorsteher Alexander Scholl freute sich im Bürgerhaus rund 40 Gäste begrüßen zu können, dazu Vertreter der TU, Bauamtsleiter Christian Plöhn, über den der Kontakt nach Kaiserslautern zustande gekommen war sowie Uwe Becher (Leiter Fachbereich Verkehr, Sicherheit und Ordnung). Sie alle waren Zeugen einer Disputation, am Ende von Sebastian Ernsts Präsentation stand die Benotung. 

    So sehen die aktuellen Pläne für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Hofheim aus. Foto: Petra Gahabka


    Die umfangreiche Masterarbeit reichte von der regionalen und örtlichen Einordnung über eine Problemanalyse bis hin zum Entwurf, veranschaulicht durch Stellwände mit Plänen und  Fotos. Grundlage war das Thema Mobilität, damit verbunden Themen wie Elektroautos, Carsharing oder Fahrradverleihstationen. Geht es nach Sebastian Ernst, dann soll am Bahnhof ein zentraler Platz, ein Treffpunkt für alle Generationen entstehen. Unter Berücksichtigung der Anregungen seitens der Bürger hat er die Flächen geklärt und Zonen geschaffen, das Gesamtkonzept hat eine klare Struktur. Wo jetzt Hundetoilette und Glascontainer stehen, sind 14 Parkplätze geplant, Fahrradständer und -boxen stehen näher am Bahnsteig, das Gelände zwischen Gleis und Bahnhofsgebäude wird mit genutzt. Die Bushaltestelle könnte in der Mitte der Straße platziert werden, auch eine Einbahnstraßenregelung für die Schulstraße wäre möglich. Mit Spielplatz, Sitzgelegenheiten und eventuellem Barfußpfad erfährt auch der Park Dieulouard eine angemessene Aufwertung. Einbezogen in die Planungen sind auch der Hof der alten Post, die ehemalige Gaststätte in der Bahnhofstraße und das Stellwerk. Mit dem Café, das Anfang August im ehemaligen Wartesaal eröffnet wird, ist schon mal ein erster Schritt getan. 

    Bürgerbeteiligung ist auch weiterhin gefragt. Der Hinweis, dass es sich hier um eine studentische Arbeit handle und nicht alles in Stein gemeißelt sei, ließ bei der anschließenden Aussprache die Ideen sprudeln und eine rege Diskussion entstehen. Die Masterarbeit dient als Grundlage für das weitere Vorgehen, „im aktuellen Haushalt sind Gelder für die Fachplanung eingestellt“, merkte Alexander Scholl an. Petra Gahabka

     

     

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