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  • Fr., 12. Juni 2015, 10:59 Uhr
    Eisenbahnfreunde Biblis suchen dringend neue Räumlichkeiten

    Bald soll der Zug zur neuen Endstation abfahren

    Kassenwart und Ansprechpartner für Vermieter ist Richard Adamek (Telefon 06245/7179), Dieter Zeller ist der Digitalberater seines Vereins, Holger Wahl ist als Kameramann aktiv, Adrian Adamek ist der 2. Vorsitzende und Dieter Kempff ist das anerkannte Technikgenie. Nicht im Bild: 1. Vorsitzender Jürgen Schmidt. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Die Eisenbahnfreunde Biblis und Umgebung sind auf der Suche nach einem neuen Domizil für ihren Verein und seine eindrucksvolle Modelleisenbahn-Anlage. Das Wunschziel der Modelleisenbahner sind neue, trockene Räumlichkeiten in Biblis mit Heizung und WC, mit mindestens 150 Quadratmetern Fläche, um die Anlage, die kleine Werkstatt und den Aufenthaltsbereich für Besprechungen unterzubringen. Gerne dürfen es ein paar Quadratmeter mehr sein. Als Kaltmiete verkraftet der kleine Verein 300 Euro. Wegen Eigenbedarfs hat der bisherige Vermieter den Modelleisenbahnern gekündigt, hat ihnen jedoch kulanterweise einen großzügigen Zeitrahmen gegeben. Um diese Geduld nicht zu strapazieren, wollen die Modelleisenbahner bis Ende des Jahres umziehen. Im nächsten Jahr feiern sie ihr 25-jähriges Jubiläum und hoffen, dass sie dann immer noch ein Bibliser Verein sind. Eine ganze Stadt haben sie schon verpackt. Insgesamt haben die Eisenbahner 500 Meter Gleise verbaut. Nach eigenem Fahrplan gibt es zuverlässige Zugverbindungen im südhessischen Ried, mit selbst gebauten Bahnhöfen und gepflegten Bahnhofsgebäuden in Biblis, Bürstadt, Hofheim und Groß-Rohrheim. So schön sauber wünscht man sich die Bahnhöfe heute im wirklichen Leben. Die Bahnhöfe von Frankfurt, Worms und Mannheim sind als sogenannte Schattenbahnhöfe unsichtbar, aber technisch im Unterbau der Anlage vorhanden. Die ebenfalls mit viel Liebe zum Detail selbst gebauten Ortsansichten und die historischen Modellbahn-Lokomotiven und Waggons orientieren sich an der Wirklichkeit der 1960er Jahre, als Dampfloks noch zum Alltagsbild gehörten und kein ICE durch die Landschaft sauste. Bei Besichtigungen hat schon so mancher Besucher sein nachgebautes Haus wiedererkannt. Spaß haben die Eisenbahnfreunde beim Fahrbetrieb, aber auch beim technischen Tüfteln, Bauen und Planen. Anders als vor Monaten in Mainz und anderen Städten gibt es bei den Bibliser Eisenbahnfreunden für die Stellwerke genügend Fahrdienstleiter, auch an Lokomotivführern mangelt es nicht. Häufig vereinen die Eisenbahnfreunde mehrere Berufsbilder in Personalunion, sind Architekten, Maschinenbauer und Landschaftsgärtner. Fachwissen und handwerkliches Geschick kommen hier zusammen. Diese Fähigkeiten setzten sie auch vor 14 Jahren ein, als sie in die heutigen Räume einzogen – sie haben alles selbst fachgerecht renoviert. Die Elektroinstallationen mussten erneuert werden, sie haben die Decke abgehängt und mit einem Beleuchtungssystem versehen, die Fußböden wurden erneuert und die Wände mit Platten verkleidet oder gefliest. Das sei viel Arbeit gewesen, sei aber notwendig gewesen, erklärte Dieter Kempff im Gespräch mit dem TIP. Zum Glück habe es Spender gegeben, die den Verein mit Material unterstützten. Kassenwart Richard Adamek findet, dass solche Leistungen auch zur Werterhaltung der Bausubstanz beitragen und stellt in Aussicht, dass der Verein auch bereit wäre, bei den neuen Räumlichkeiten Hand anzulegen. Wer passende Räumlichkeiten vermieten kann (für alle Fälle auch in Bobstadt, Hofheim oder Bürstadt), melde sich bitte bei Richard Adamek, Telefon 06245/7179. Hannelore Nowacki

     

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