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  • Di., 08. April 2025, 13:45 Uhr
    SCHULE IN DEN WESCHNITZAUEN BIBLIS: Umzug in den Sommerferien – das nächste Schuljahr beginnt in der neuen Schule

    Baufortschritt besichtigt – Arbeiten im Endspurt

    Hier schlägt das Herz der Schule als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Die Fliesen liegen unter schützender Folie, das große Oberlicht spendet dem multifunktionalen Treppenhaus Licht.
    Fotos: Hannelore Nowacki

    BIBLIS – Nach den Sommerferien haben alle Klassen im neuen Schulgebäude Unterricht. Das steht fest, wie Landrat Christian Engelhardt bei der Besichtigung des Baufortschritts Anfang April gegenüber den Pressevertretern bekräftigte. „Wir sind froh, die Schule ist weitgehend fertig“, stellte Landrat Engelhardt fest, jetzt gehe es nach vier Jahren Bauzeit in den Endspurt. Die Kosten seien bislang im geplanten Rahmen von 15 Millionen geblieben, darin enthalten auch der Abriss des Bestandsgebäudes. Wasser in der Baugrube, bauliche Mängel und Insolvenzen beteiligter Firmen hätten zu den Verzögerungen geführt, erklärte Engelhardt. Das alles habe die Gebäudewirtschaft gut bewältigt. Nach dem Umzug in den Sommerferien vom alten Gebäude gegenüber und aus der Viktoriastraße werden alle Klassen der dreizügigen Grundschule im neuen Schulhaus unterrichtet. Dann soll der Außenbereich begrünt und mit Bewegungselementen und eingebauten Musikinstrumenten ausgestattet werden. Zurzeit sind es bis zu 210 Kinder, Platz haben zukünftig bis zu 250 Kinder. Begleitet wurde Engelhardt von Johannes Kühn, technischer Leiter der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße und dem kaufmännischen Leiter Simon Mendes, dabei waren auch der kommissarische Schulleiter Timo Helweg-Thome und Konrektorin Nora Snaschel. Noch steht das neue Gebäude der Schule in den Weschnitzauen in der Freiherr-vom-Stein-Straße inmitten einer quirligen Baustelle, ständig wird Material angeliefert, Bagger und Baugerät steht in den Straßen, Fahrzeuge rangieren und zum Seiteneingang geht es auf erdigem Untergrund. Vor dem alten Schulgebäude gegenüber breitet sich schon länger eine Seenlandschaft aus. Auch im Innern sieht es noch nach viel Arbeit aus. Aus der Deckenverkleidung und aus dem Verputz hängen Elektrokabel heraus, die hell gefliesten Böden sind zur Schonung überall von Planen bedeckt, die Sanitärinstallationen, die Küche in der Mensa, die digitalen Tafeln und die Möblierung fehlen noch. 

    Doch die einzigartig anmutende Innenarchitektur beeindruckt – der weiträumige Empfangsbereich als Atrium mit Lichtkuppel soll Aula, Theater und Treffpunkt zugleich sein, die scheinbar frei schwebende Betontreppe ins Obergeschoss habe bei den Kindern schon den Namen Harry-Potter-Treppe bekommen, berichtete Konrektorin und Musiklehrerin Snaschel, die sich schon auf das Treppensingen freut, eine geliebte Tradition in ihrer Schule mit dem musikalischen Schwerpunkt. Das Treppenhausdesign erlaubt neben dem eigentlichen Aufgang nebenan auf breiten Stufen in Sitzhöhe eine vielseitige Nutzung für Vorführungen. Für Kühn schlägt hier das Herz der Schule. „Das hat sonst keine Schule im Kreis“, weiß Engelhardt und erklärt, dass in Schulen keine Aula mehr gebaut werde. Noch weiter werde der Raum, wenn die Schiebetüren zur Mensa geöffnet werden. Mit dieser nachhaltigen und effizienten Bauweise komme auch die Wertschätzung gegenüber der Schulgemeinde zum Ausdruck, betonte Engelhardt. Zum pädagogischen Konzept gehört die räumliche Organisation als Cluster in Jahrgangsstufen. Geheizt wird mit Erdwärme, wie Kühn erklärte, die Bohrungen rund um das Gebäude seien abgeschlossen. Eine PV-Anlage auf dem Dach erzeuge Strom, der Überschuss werde ins öffentliche Netz eingespeist. Teile des Dachs werden zum Gründach. Die Belüftung erfolge über Wärmetauscher unter Nutzung der Nachtkühle, eine Klimaanlage sei nicht nötig. Ob eine eigene kleine Gymnastikhalle gebaut oder mit der Gemeinde Biblis als Ersatz für die Riedhalle eine gemeinsame Lösung gefunden werde, sei noch nicht geklärt, teilte Engelhardt mit. Die alte Schule in der Viktoriastraße werde laut Beschluss des Kreistages für eine Schule für geistige Entwicklung benötigt, da die Schule in Bensheim den Bedarf nicht mehr decke.

    Hannelore Nowacki

     

     

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