Bäume, Pfeifenstrauch, Fingerstrauch und Weigelie und mehr am Heidweg 9 gepflanzt
Baugenossenschaft Lampertheim geht beim Arten- und Umweltschutz voran
Eine bestehende Blumenwiese - so soll es in Zukunft mit der Neuanlagen auch am Heideweg 9 aussehen. Foto: oh
LAMPERTHEIM - Die ureigenste Aufgabe einer Baugenossenschaft ist es, Wohnungen zu bauen und damit bezahlbaren Wohnraum einer breiten Bevölkerungsschicht zur Verfügung zu stellen. Dieser Aufgabe kommt die BG Lampertheim mit großem Engagement und beachtlichem Erfolg nach. Allein in den Jahren 2019 und 2020 werden 46 Wohnungen in Lampertheim und den Ortsteilen erstellt.
Doch seit einiger Zeit rücken neben der Bautätigkeit auch weitere Aspekte in den Fokus. So werden die Bereiche Umweltschutz, Ökologie, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, gerade in Bezug auf das Insektensterben, sowie naturnahe Gestaltung des Umfelds der entstandenen Gebäude immer bedeutsamer. Dies führt dazu, dass die BG Lampertheim bei der Gestaltung der Grünanlagen, vor allem bei Neubauten, Experten ins Boot holt, die sich in diesen Bereichen bestens auskennen. So wurde zum Beispiel die Außengestaltung am Heideweg 9 vom anerkannten Anlagengestalter Dieter Sejak geplant, der den Lampertheimer Gärtnermeister Diehlmann, der die Bepflanzung durchführt, bei der Neuanlage im Hinblick auf die Auswahl der Pflanzen berät. Das Areal am Heideweg 9 ist aufgrund der teilweisen Hanglage nicht ganz problemlos zu bepflanzen. Um Hangabspülung bei Starkregen zu verhindern, braucht es Pflanzen, deren Wurzelwerk dies verhindert. So werden hier im Bereich Bäume und Sträucher, Feldahorn, Säulenhainbuche, Pfeifenstrauch, Fingerstrauch und Weigelie gepflanzt.
Weiterhin kommen Pflanzen zum Einsatz, die besonders gern von Insekten, wie Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und Schmetterlingen, angeflogen werden.
Als besonders insektenfreundliche Stauden kommen zudem Schafgarbe, Herbstanemone, Kissenaster, Bergminze, Glockenblume, Storchschnabel, Sonnenhut und Ehrenpreis zum Blühen. Diese Auswahl ist selbstverständlich nicht willkürlich getroffen, sondern hat sich, wie Dieter Sejak betont, bereits vielfach bewährt. Gleichzeitig sollen auch Anregungen gegeben werden, wenn im privaten Bereich, etwa im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon Pflanzungen anstehen, die dem Anspruch nach naturnaher und insektenfreundlicher Gestaltung gerecht werden. Dass die Baugenossenschaft Lampertheim mit dem Projekt Heideweg 9 nicht halt macht, verdeutlicht die Tatsache, dass auch die Außenanlagen bei weiteren, bereits bestehenden Wohnanlagen in dieser Weise überarbeitet werden und man so das Motto „Lampertheim summt“ weiterhin unterstützt.
Denn so ist es möglich, dass viele Menschen über das Thema Arten- und Naturschutz nicht nur in den Medien informiert werden, sondern dass man hautnah vor Ort und quasi live die Insekten bei ihrer „Arbeit“, dem Bestäuben, erleben kann. Für viele, besonders auch für Kinder, ist dies ein spezielles Erlebnis. zg