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  • Mo., 28. Juni 2021, 09:06 Uhr
    SPD LAMPERTHEIM:   Roter-Tisch-Gespräch mit Sabine Vilgis im Stadtpark / Intelligente Beleuchtung kommt 

    Baumbewässerung auf digitalem Weg 

    SPD-Stadtverordnete und Stadträte folgten den Ausführungen von Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, die von geplanten Neuerungen, der zunehmenden Trockenheit  und alten Problemen wie Vandalismus berichtete. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Gepflegt sieht der Stadtpark aus, eine grüne Oase in der Stadt, mit Spielplätzen und Aufenthaltsqualität für jedes Alter, gut besucht und beliebt. Lindenduft liegt in der sommerlichen Luft, eine Kostbarkeit der Natur. Ein Storchenpaar hat in diesem Jahr zum ersten Mal gebrütet und Junge großgezogen. Der eindrucksvolle alte Baumbestand wird laufend durch Neupflanzungen ergänzt, besonders auf dem alten Stadtfriedhof werden die vielen jungen Bäume eines Tages zu schönen Schattenspendern herangewachsen sein. Einen Rundweg mit Baumhoroskop gibt es auch, gestiftet vom Rotary Clubs. In dieser erholsamen Umgebung fand am Freitagnachmittag das Rote-Tisch-Gespräch statt, zu dem die SPD Lampertheim Mitte als Gesprächspartnerin die Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis eingeladen hatte. Jens Klingler begrüßte die Teilnehmerrunde ausdrücklich in seiner Funktion als SPD-Ortsbezirksvorsitzender Lampertheim Mitte und umriss die zu besprechenden Themen wie den allgemeinen Sachstand, die Planungen und diverse Probleme. Eine frohe Botschaft gab es zu vermelden: Für das geplante digitale Bewässerungssystem bekommen die Technischen Dienste eine sechsstellige Fördersumme. Klingler erklärte, dass im Stadtpark durch das Integrierte Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) schon etwas zu sehen und umgesetzt sei. Die Leiterin der Technischen Betriebsdienste, die auch für die Pflege des Stadtparks zuständig sind, sprach über die aktuellen Probleme und Lösungen, führte die Gruppe aus SPD-Stadtverordneten und Stadträten durch den Stadtpark bis zum Stadtfriedhof, der immer noch Friedhof ist. Das Thema Baumbewässerung wird durch das Geld aus dem Fördertopf „Urbane Bewässerung“ etwas entschärft, wie Vilgis erläuterte. Für 100.000 Euro werden innerhalb von vier Jahren zehn Cubes angeschafft, die durch Sensoren im Boden gesteuert, den jeweiligen Bäumen kontinuierlich das benötigte Wasser zuführen und gleichzeitig als Sitzgelegenheit dienen. Dies bewertet Vilgis als vielversprechenden Versuch. Den über 200 Bäumen muss bei zunehmender Trockenheit mit Bewässerung geholfen werden, was mit dem vorhandenen Personal nicht zu schaffen sei. Der bereits stark gestutzte alte Schnurbaum braucht noch mehr Hilfe. Vilgis berichtete, dass er eigentlich gefällt werden müsste, aber versucht werde, ihn vorerst zu retten: Unter dem Kronenbereich werde in dieser Woche eine Barriere installiert, Schilder werden aufgestellt und die Fläche bepflanzt. Gegen Vandalismus und Angsträume soll ein neues Beleuchtungskonzept helfen – die intelligenten, warmweißen Leuchten seien bestellt. Praktischerweise funktionieren sie mit der derselben Software wie die Wasser-Cubes. Nur die Hauptwege und der kleine Weg ins Baugebiet sollen erhellt werden, der Rest werde dunkel gefahren. Die Leuchten schalten sich je nach Bewegung ein und aus. Mit Polizei, Ordnungsamt und KOMPASS-Projekt sei dieses Konzept abgesprochen. Für die Anwohner mehr Ruhe, im Stadtpark weniger Vandalismus und Glassplitter – das ist das Ziel. „Die Glassplitter sind am schlimmsten“, erklärte Vilgis.

    Das geplante Rollstuhlfahrer-Karussell ist das letzte größere Projekt im Rahmen des Stadtumbaus. Foto: Hannelore Nowacki


    Jeden Tag müsse sauber gemacht werden, das sei viel Arbeit und binde Personal. Der abendlichen Drogenszene in Spielplatznähe sei die Polizei bereits beigekommen. Beim Abstecher zum neuerdings bunt verzierten Toilettenhäuschen ging es auch um das Thema Angsträume. Die Lösung hier: Viel Gebüsch sei geschnitten worden und die WC-Anlage dank des künstlerischen Einsatzes in Zusammenarbeit mit dem Jugendbeirat freundlich gestaltet. Geplant sei auf Anregung des Seniorenbeirats eine zweite Boulebahn. Große Maßnahmen im Rahmen von ISEK seien erledigt, jetzt komme noch das Rollstuhlfahrer-Karussell, das zu 90 Prozent aus Fördermitteln und 10 Prozent Eigenanteil der Stadt finanziert werde. Der Teich mit der Fontäne ist nur zum Anschauen, nicht zum Planschen gedacht, das legt Vilgis Eltern und Kindern ans Herz. Viel zu gefährlich, denn nach der Absperrung im Wasser werde der Teich zwei Meter tief. Daher das Verbot. Später einmal, wenn der Stadtfriedhof entwidmet ist, werden neben den Kriegsgräbern die Ehrengräber ihren Platz finden. In der Kapelle könnte ein Museum oder eine Kunstausstellung eingerichtet werden, sofern sie weiterhin standfest wäre. Am Ende der Führung resümierte Klingler, dass die SPD-Lokalpolitik den wachsenden Personalbedarf der Technischen Betriebsdienste unterstütze, wobei es Aufgabe der Verwaltung sei, Kontakt zu Neue Wege aufzunehmen. Hannelore Nowacki

     

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