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Do., 05. Dezember 2019, 09:32 Uhr
Königsschießen des „Schützenverein 1923 Hubertus Lampertheim“ / Schützenkönig wird bei Weihnachtsfeier bekannt gegeben
Beate Maier, Hermann Göbel und Helmut Rauscher bringen Adler zu Fall
Beate Maier, Hermann Göbel und Helmut Rauscher (v.l.) vom Schützenverein 1923 Hubertus Lampertheim brachten die Adlerschwingen und den Adlerkopf zu Fall – wer von ihnen Schützenkönig wird, erfahren sie am 14. Dezember bei der Weihnachtsfeier des Vereins. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Wie schon seit vielen Jahren trafen sich die Mitglieder des „Schützenverein 1923 Hubertus Lampertheim“ auch in diesem Jahr am 1. Adventssonntag, um den oder dieneue(n) „Schützenkönig(in)“ mit Gefolge – „1. Ritter bzw. 1. Hofdame“ und „2. Ritter bzw. 2. Hofdame –für das nächste Jahr zu ermitteln.
Es waren 27 Mitglieder, die am Nachmittag anwesend waren, um sich diesem Wettbewerb zu stellen. Die Teilnehmer wurden in der Reihenfolge auf einer Liste eingetragen, wie sie gekommen sind und dann auch in der Reihenfolge zur Schussabgabe aufgerufen.
Geschossen wird nacheinander in Reihenfolge der Liste mit einem Kleinkalibergewehr, auf einen im Jahr 1998 selbst gebastelten Adler aus Holz, der seither jedes Jahr wieder erneut für das Königsschießen präpariert wird. Dabei wird zum Zielen je eine Schießscheibe an einer „Sollbruchstelle“ (Dachlatte) der beiden Schwingen und des Kopfes befestigt. Es gilt jeweils diese „Sollbruchstellen“ (Dachlatte), die sich hinter der Schießscheibe befinden, zu durchlöchern bis die Schwingen und der Kopf fallen.
Begonnen wurde mit dem Schießen auf die Scheibe der rechten Adler-Schwinge. Es waren nur circa 20 Minuten vergangen, bis diese rechte Schwinge von Helmut Rauscher zu Fall gebracht wurde.
Bei der linken Schwinge dauerte es mit 40 Minuten schon erheblich länger und der Adler verlor seinen letzten Flügel beim Schuss von Beate Maier.
Die Halterung des Adler-Kopfes erwies sich jedoch als sehr hartnäckig. Erst nach weit über einer Stunde, fünf Durchgängen und beim circa 130. Schuss, abgegeben von Hermann Göbel, gab die Dachlatte nach.
Helmut Rauscher, Beate Maier und Hermann Göbel wissen jedoch noch nicht, welchen der oben genannten Titel sie errungen haben. Dieser steht nämlich auf einem Zettel in einem verschlossenen, neutralen Kuvert, auf das außen nur der Name des Schützen geschrieben wurde, bei dem eine Schwinge, oder der Kopf gefallen ist. Den errungenen Titel erfahren die drei Schützen aber erst bei der Proklamation des Schützenkönigs am Samstag, 14. Dezember, auf der Weihnachtsfeier des Vereins, wenn diese drei Kuverts geöffnet werden und das Geheimnis gelüftet wird. Bis dahin bleibt die Spannung erhalten. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Adventskaffee mit selbst gebackenen Kuchen und Weihnachtsplätzchen. zg