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Mo., 19. November 2018, 23:22 Uhr
Lampertheimer Kalender 2018 vorgestellt / Erstes Exemplar an Bürgermeister Störmer überreicht / Verkauf startet am 27. November
Beeindruckende Bilder aus dem Lampertheimer Unterdorf
Frisch aus dem Druck erhielt Bürgermeister Gottfried Störmer (2.v.l.) den Lampertheimer Kalender 2019 aus der Hand von Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins (2.v.r.), Ludwig Franz (l.) und Drucker Hans-Michael Platz (r). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Mit dem großformatigen Lampertheimer Kalender 2018 kann das neue Jahr gut beginnen – am Montag wurde das neue Meisterwerk des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins vorgestellt. Gleichzeitig bekam Bürgermeister Gottfried Störmer traditionell das erste Exemplar überreicht.
„Es ist eine schöne Tradition, dass der Heimat-, Kultur- und Museumsverein jedes Jahr diesen besonderen Kalender auflegt. Meine Mutter wartet wie viele andere Menschen in Lampertheim jedes Jahr gespannt auf den Kalender”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer.
Auch in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen etwas ganz Besonderes einfallen lassen, wie Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins, erklärte: Denn 2019 werden besondere Bilder aus dem Lampertheimer Unterdorf zu sehen sein. Damit befasst sich der Lampertheimer Kalender mit der Entwicklung des ältesten Stadtteils der Kernstadt rund um die heutige Römerstraße. Bis 1897 war diese unter dem Namen Hauptstraße bekannt und führte zweigeteilt durch das Unter- und das Oberdorf. Östlich der Mittelgasse, heute als Kaiserstraße bekannt, befand sich das Oberdorf, westlich das Unterdorf.
Dank der Sammlung des langjährigen Vereinsmitgliedes des Heimat, Kultur- und Museumsvereins, Ludwig Franz, und weiterer Mitglieder der „Freunde Alt-Lampertheims”, ist eine gelungene Bilddarstellung über den Wandel des Ortskerns entstanden. Die Bilder zeigen Gebäude und Plätze aus der Vergangenheit, die längst aus dem Lampertheimer Ortsbild verschwunden sind, aber machen einem noch gut in Erinnerung sind.
Die dazugehörigen Texte stammen aus der Feder von Ludwig Franz und Margit Karb. Zu sehen sind unter anderem eine historische Aufnahme des Darmstädter Hofes, auf dem neben einer Litfasssäule und dem alten Hoftor auch das Kreuz zu sehen ist, das mittlerweile seinen Standort an der Andreaskirche hat. Ein weiteres Bild zeigt den „Faselstall”. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde den Gemeinden die Pflicht auferlegt., einen Faselstall für Vatertiere zu betreiben. In Lampertheim wurde dieser in den 1970er Jahren abgerissen. Und auch die restlichen Bilder des Kalenders halten die ein oder andere Überraschung aus der Geschichte Lampertheims bereit.
„Vielen Dank an die Ideengeber und an die Typographische Werkstätte Hans-Michael Platz für den Druck. Auf den 13 Aufnahmen inklusive Titelblatt wurden historische Lampertheimer Gebäude, Plätze und Straßen ins rechte Licht gerückt.Die Fotos geben einzigartige und vor allem äußerst sehenswerte Blicke frei, die teilweise in Vergessenheit geraten sind und nun wieder aufleben”, so Margit Karb.
Der Kalender ist ab Dienstag, 27. November, erhältlich und wird für den traditionell günstigen, über Jahre stabil gebliebenen Preis von 10 Euro bei Cigarren Derst, im Heimatmuseum, bei Ludwig Franz und im Rathaus-Service verkauft. Traditionell gibt es eine große Nachfrage an den Kalendern, daher empfiehlt es sich, diese schnell zu kaufen. Benjamin Kloos