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  • Di., 31. Januar 2023, 06:24 Uhr
    FASTNACHT: 1. Carneval-Club Rot-Weiß feierte Jubiläumsprunksitzung in Hochstimmung

    Begeisterte Gäste zündeten Raketen und spendeten donnernden Applaus

    Das Stadtprinzenpaar war zum Jubiläum des 1. CC Rot-Weiß mit dem Motorrad auf der Route 66 unterwegs. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die närrische Leidenschaft erreichte bei der Jubiläumsprunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CC RW) Spitzenwerte – das Publikum in der rot-weiß dekorierten Hans-Pfeiffer-Halle feierte ausgelassener je später der Abend. Herausragende Leistungen wurden mit mehrstufigen Raketen lautstark belohnt, vielfach bebte der Saal bei  dreimal donnerndem Applaus. Die Hans-Pfeiffer-Halle ausgebucht, die Gäste zum Feiern aufgelegt und das fünfstündige Programm unterhaltsam - der Lampertheimer Traditions- und Brauchtumsverein CC RW hatte zum Vereinsjubiläum 6 x 11 Jahre ein Feuerwerk der Unterhaltung gezündet. Eine starke Abordnung der Feuerwehr stand bereit, doch zu löschen war nur der Durst. Aber die Löschmannschaft wurde für einen Auftritt mit dem Stadtprinzenpaar auf der Bühne gebraucht, denn Prinzessin Sabine II. und Prinz Patrick I. sind bekanntlich Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann. Ihr Motto sagt klar: „Tatü Tata, hier kommt das Prinzenpaar!“ Ein glanzvolles Bild bot sich den Gästen mit dem Einmarsch der Garden, Funkenmariechen, Tanzgruppen und Elferrat. Ehrenpräsidentin Margit Selb übernahm die Sitzungsleitung, denn Sitzungspräsidentin Jesina Litters war an anderer Stelle als Trainerin, Betreuerin und Sängerin im Einsatz. Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Freundschaftsvereinen waren zu begrüßen. In schöner Choreografie zeigte die entzückende Mini-Garde zum Pippi-Langstrumpf-Lied ihr tänzerisches Können, trainiert wird die jüngste Tanzgruppe im Alter von 3 bis 6 Jahren von Jesina Litters. Funkenmariechen Shalin Gündling, die in dieser Funktion ihren Abschied bekanntgab, und Yara Richter zeigten elegante Bühnenpräsenz. In die Bütt stieg Adrian Zähringer zum ersten Mal beim CC RW.

    Klamauk mit dem Panikorchester – der Elferrat lief mit Getöse zur Hochform auf. Foto: Hannelore Nowacki


    Als „Glöckner von Lampertheim“ wusste er aus übersichtsreicher Perspektive in trefflichen Reimen zu berichten, zum Beispiel vom Stimmungsbild in Lampertheim und der politischen Ampelstellung. In der Stadtverordnetenversammlung sei was los, stellte er fest, anders als in der City. „Zum Erleben gähnende Leere, es ist Zeit zum Handeln“. Missfallen klang an zur Aktion von Stadtmarketing zur Namensfindung für die Spargelente. Bei so wichtigen Themen, betonte der Glöckner, frage die Stadtverwaltung die Bürger um Rat. Gleich neben dem Dom gebe es etwas Neues, „eine edle Sitzbank aus Holz, die Stadt ist stolz“. Zurecht? „LA seh‘ ich nur von oben, ein Dutzend neuer Bänke, was wäre zu loben“, findet der neue Glöckner, der jedes erkannte Lampertheimer Manko mit einem stoischen Spruch abschloss. Auch das Hallenbad und das Schiller-Café, die Kerwe und die Straßenschäden hatte er von oben anvisiert. Ehrenpräsidentin Margit Selb und Noah Siegler, der fastnachtlich bei den Nubbelanern zuhause ist, fetzten sich als Paar in der Doppelbütt, bis am Ende Versöhnliches zu hören war. Wie humorvolles und lustiges Tanzen geht, führte das Tanzpaar der Ladeberger Ratze unter dem Titel „Vogelscheuche“ vor. Ein opulentes Lichtkunstwerk zum Jubiläum bot die Lasershow von den Emotion-Profis – ein Traum aus Farben, Formen und Musik. Und gleich darauf der nächste Höhepunkt zur Eröffnung der zweiten Halbzeit mit dem Stadtprinzenpaar, das auf der Route 66 mit dem Motorrad unterwegs war. Beim Fantasy Ball präsentierte sich der Prinz geschmeidig in Hochform. Als lustiges Panikorchester machte der Elferrat ordentlich Stimmung, gefolgt vom Auftritt der LA Hopser & New Generation. Stimmungskracher ließen Jesina Litters und ihr Papa Michael Grosch hören, Rainer Anthes als Rosi Deluxe hat sich dagegen bei „Atemlos durch die Nacht“ aufs Playbackverfahren spezialisiert. Und noch ein Höhepunkt: Die Guggemusik Newwelfetzer aus Mannheim zog mit rhythmischem Getöse ein, ein Höhenfeuerwerk der Klänge. Anlass für Zugaberufe gaben die Funken Modern mit Tiktok und die Fireboys, die als  tanzende Cowboys und Indianer für Harmonie warben. Nach dem Finale ging es weiter mit DJ Rick zur Aftershowparty. Hannelore Nowacki

     

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