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  • Di., 05. Mai 2026, 09:20 Uhr
    FREIWILLIGE FEUERWEHR: Sonniger Tag der offenen Tür in der Lampertheimer Florianstraße am 1. Mai mit Feiertagsprogramm

    Begeisterung für die Feuerwehr – Spitze auch in der Kochkunst

    Ein beachtliches Feuer loderte, das die Jugendfeuerwehr in Teamarbeit löschte.
    Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Am 1. Mai lockte wie jedes Jahr die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte mit dem Tag der offenen Tür hunderte Besucher an – bekanntermaßen zeichnen sich die Lampertheimer Brandschützer und Helfer in der Not auch durch Einfallsreichtum in der Programmgestaltung und in der Kochkunst aus. Bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen kam Feierstimmung mit Urlaubsflair auf. Ob draußen unter Sonnenschirmen oder gemütlich in der Fahrzeughalle – überall wurde gesessen, gegessen und die besondere Atmosphäre genossen. Kulinarisch ließ die Veranstaltung keine Wünsche offen: Neben Klassikern wie Schnitzel mit Spargelgemüse, Wurstsalat mit Pommes und Bratwurst erfreute sich vor allem die frisch zubereitete Pilzpfanne großer Beliebtheit – sie war mittags bald ausverkauft, Schnitzel wurden nachgeordert. Auch das Café der Feuerwehr war ein Publikumsmagnet: Über 30 selbstgebackene gespendete Kuchen standen zur Auswahl und fanden reißenden Absatz wie auch der gut gefüllte Erdbeerbecher. Insgesamt waren rund 80 Helferinnen und Helfer aus allen Abteilungen im Einsatz – unterstützt von Familienangehörigen sowie Eltern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Der Tag der offenen Tür erwies sich erneut als vergnügliche Veranstaltung für alle Generationen – mit bewährtem kulinarischem Verwöhnprogramm und spannenden Einblicken in die Arbeit der Feuerwehr. Markus Schütz, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, blickt auf einen erfolgreichen Tag zurück. Zum Auftakt am Vormittag sorgte das ausgiebige Platzkonzert des Katholischen Kirchenmusikvereins für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die Wasserrettung präsentierte eindrucksvoll ihre Schutzanzüge sowie das Rettungsboot „Norbert“, benannt nach dem früheren Wehrführer und stellvertretenden Stadtbrandinspektor Norbert Oelze. Kopfüber werden die Schutzanzüge aufbewahrt, die später in der Halle zu bestaunen waren. Technikinteressierte Besucher nutzten die Gelegenheit, die ausgestellten Einsatzfahrzeuge in Augenschein zu nehmen und auch einzusteigen. Ein Erlebnis auch für die jüngsten Besucher. Die Kleinsten konnten im großen THW-Sandkasten spielen.  Ein weiterer Höhepunkt war die Vorführung der neuen Gelenk-Drehleiter mit der Typbezeichnung der M32L-AT, die auf beeindruckende 32 Meter ausgefahren werden kann und stolze 1,2 Millionen Euro gekostet hat. Für die simulierte Personenrettung fuhr der Korb mit den Rettern auf das niedrigere Hallendach. Feuerwehrmann Tobias Klotzbach berichtete dem TiP von vielen interessierten Kameraden benachbarter Feuerwehren, die sich über die neue Technik informierten. In etwa acht Wochen, wenn die Schulungen beendet sind, werde die Drehleiter in Betrieb genommen. Bis dahin sei das Vorgängermodell im Einsatz. 

    Konzentration beim Angeln – süße Preise und Hauptpreise gab es zur Belohnung.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Nachwuchskräfte und junge Besucher legten sich ins Zeug

    Mit Spannung erwartet wurde die große Löschübung der Jugendfeuerwehr. Vor einer großen Zuschauerkulisse demonstrierten die Nachwuchskräfte ihr Können und wurden nach dem erfolgreichen Löschen eines brennenden Palettenstapels mit kräftigem Applaus belohnt. Kinder- und Jugendfeuerwehr zählen jeweils etwa 30 Mitglieder. Wie der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Markus Schütz betonte, gehört der Tag der offenen Tür für die Jugendfeuerwehr zu den Pflichtveranstaltungen: Hier präsentieren die jungen Mitglieder ihre Fähigkeiten, betreuen Spieleangebote und helfen tatkräftig bei organisatorischen Aufgaben wie dem Einsammeln von Flaschen und Abräumen von Geschirr. Die jungen Besucher kamen den ganzen Tag über  auf ihre Kosten wie beim beliebten Angelspiel. Ein kleines Feuerwehrauto, in dem Kinder am Steuer mit Beifahrer Platz nehmen konnten, sorgte für leuchtende Augen. Großen Andrang gab es bei der großen Feuerwehrhüpfburg und an der Luftballonwand der Jugendfeuerwehr. Feuer auf dem Dach – beim Brandhaus der Jugendfeuerwehr kein Problem, denn motivierte junge Besucher warten gerne und in der Schlange auch geduldig auf diese Gelegenheit das Feuer mit der Spritze selbst zu löschen. Geschicklichkeit und schnelle Reaktion waren bei „Schlag den Feuerwehrmann“ gefragt. Auf dem langen Tisch unter Aufsicht der Jugendfeuerwehr lagen die Helme der Jugendfeuerwehr, Jacken und dicke Lederhandschuhe bereit. Die fünfjährige Brianna aus Mannheim, die mit ihrem Papa hier Halt machte, überlegte nicht lange, setzte den roten Helm auf und zog sich die etwas zu große Jacke und Handschuhe an, lief zügig zur Spritze. Vorschriftsmäßig spritzte sie den Ball vom Hütchen, dann noch ein kurzer Spurt zur Klingel und die Aufgabe war gelöst. Und vielleicht wird sie mal eine Feuerwehrfrau. 

    Hannelore Nowacki

    Die Jugendfeuerwehr bekam von den Zuschauern reichlich Applaus für die spannende Lösch-Aktion.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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