SPIEL UND SPASS: Angebot kam bei Kindern in Biblis erneut sehr gut an
Bei den Herbstferienspiele lief es rund
Bei den Kindern in Biblis kam das Afro-Yoga besonders gut an. Foto: oh
BIBLIS – Bei den Herbstferienspielen in der Woche von 24. bis 28. Oktober der Gemeinde Biblis ging es mit der Sportjugend Bergstraße und dem großen Team in der Riedhalle richtig rund. Unterstützer waren die Sportjugend Hessen und der Einrad-Zirkus des Radfahrervereins Biblis. Es waren rund 45 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, die täglich von Montag bis Freitag in die Halle zum gemeinsamen Spielen und Toben kamen. „Das genießen die Kinder sehr, dass sie nach Corona wieder zusammen sein können“, erläuterte Werner Hartel, Jugendwart bei der Sportjugend Bergstraße.
Mitgebracht und aufgebaut hatte die Sportjugend vieles. Unter anderem drei Hüpfburgen, ein Trapez, eine Airtrackbahn, die Kletterwand und auch die dort vorhandenen Sportgeräte wie Stufenbarren oder Balken wurden genutzt. Dazu kamen noch unzählige Gerätschaften wie Roller, Gokarts, das Riesen-Vier-Gewinnt-Spiel, viele Geschicklichkeitsspiele, kreative Stationen und noch viel mehr, so dass keine Wünsche offenblieben. Gleich am ersten Tag war das Wetter so schon gut, dass einige Kinder mit Helm und Schutzkleidung unter der Aufsicht eines Teamers einen Fahrradausflug machten.
Wie üblich waren unter den neun Teamern besondere Akrobaten, die gerne ihr Wissen und ihre Kunststücke auf Wunsch mit den Kindern teilten. Darunter war zum ersten Mal „Bob Ley“, der aus Guinea stammt und dort beim Ballett gewesen war. Er lebt seit 2013 in Deutschland und gibt Tanz- und Trommelworkshops. Bei den Ferienspielen bot er unter anderem Afro-Yoga für den Kids an, eine Kombination aus afrikanischem Tanz und klassischen Yoga-Haltungen. Ein zweiter Exot, der immer wieder bei den Ferienspielen zu finden ist, war Fips. Er war viele Jahre an der Akrobatenschule in Barcelona und hat elf Jahre in Spanien gelebt. „Es macht sehr viel Spaß mit den Kindern, ich komme gerne immer wieder“, berichtete Fips.
Die Rahmenbedingungen in dieser Ferienwoche wurden von der Sportjugend gestellt. „Ansonsten stellen wir uns auf die Kinder ein“, erklärte Hartel. Das heißt, die jungen Besucher geben vor, was gemacht wird. Zwar gibt es immer einen Morgenkreis und eine Abschlussrunde abends, bei denen alle gemeinsam sind und Gruppenspiele machen, aber die Zeit dazwischen darf für alles genutzt werden, was Laune macht. „Es kommt immer darauf an, welche Vorlieben die Teamer mitbringen. Wir hatten schon welche, die kreativ mit den Kindern gearbeitet haben, andere spielen lieber Fußball“, so der Jugendwart. Mit dabei waren auch zwei Kinder aus der Ukraine. Das Dolmetschen übernahm Justin Kirschmann, der gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr neben Julia Ess bei der Sportjugend absolviert und russisch spricht. zg