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Di., 19. Juli 2016, 09:19 Uhr
Spenden für Trikots und Schuhe/ Integrationsturnier baut Brücken
Beim SV Vorwärts spielen Flüchtlinge in der ersten Mannschaft
Gute Stimmung und Spaß am Fußball beim SV Vorwärts Bobstadt, der in der D-Klasse spielt. Mit den gespendeten Trikots und Schuhen können die fußballbegeisterten Flüchtlinge nun kräftig mitkicken. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Ein Integrationsturnier stand am Samstagvormittag auf dem Spielplan beim SV Vorwärts. Unter dem Motto „We build bridges – wir bauen Brücken“ trafen die Mannschaften vom Team Refugees, die 1. Mannschaft des SV Vorwärts Bobstadt, die Altherrenmannschaft und das Team bridgingIT aufeinander. Auch der Pokal war im Design auf das Motto abgestimmt. Auf dem gepflegten Rasenplatz war alles für ein gutes Gelingen vorbereitet, sogar musikalisch war für gute Stimmung gesorgt. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel versprachen einen schönen Spieltag, der am späten Nachmittag mit einem Freundschaftsspiel der 1. Mannschaft gegen die Pfeddersheimer Fußballer enden sollte. Eigentlich ein ganz normaler Spieltag, wären da nicht die Spendenübergabe und die Besucher, die zu diesem Ereignis gekommen waren: Ortsvorsteher Uwe Metzner, Christel Kilian und Hans-Georg Gött, alle im Netzwerk Asyl engagiert. Zum Fußballspielen braucht man die richtige Ausrüstung, auf jeden Fall Trikot und Schuhe – das aber fehlte den Flüchtlingen aus Bobstadt und Bürstadt, die regelmäßig am Training teilnehmen. Einige Talente haben es sogar bis in die 1. Mannschaft geschafft. Ein großer Karton mit Trikots und Hosen wurde angeliefert, Fußballschuhe an die fußballbegeisterten Flüchtlinge verteilt. Marc Merl, Erster Vorsitzender des SV Vorwärts, und André Fritzsche, der in der 1. Mannschaft als linker Verteidiger agiert, erklärten, wie es zu den Spenden kam. Fritzsche arbeitet beim IT-Dienstleister BridgingIT in Mannheim, das eine eigene Abteilung für soziale Zwecke unterhält, von dort kam die Unterstützung für die Bekleidung. Vereinsvorsitzender Merl hatte an die DFB-Stiftung Egidius-Braun geschrieben, die sich schon zwei Tage später bei ihm gemeldet habe. Mit dem Geld aus dem Projekt „1:0 für ein Willkommen“ konnte der Verein ein Dutzend Paar Fußballschuhe für die Flüchtlinge kaufen. Am Training zweimal die Woche nehmen bis zu sechzehn Flüchtlinge teil, berichtete Merl, „die Flüchtlinge versäumen kaum ein Training“. In der 1. Mannschaft spielen zurzeit vier Flüchtlinge. Die sprachliche Verständigung laufe gut, einer der Flüchtlinge spreche schon gut Deutsch. Ortsvorsteher Metzner hatte unterdessen einen seltenen Rotmilan am Himmel entdeckt, der wohl einen neugierigen Blick auf den Fußballplatz warf. Hannelore Nowacki