Ladenlokal in der Innenstadt dient künftig als Quartiersbüro für Anliegen der Innenstadtentwicklung / Schwerpunkte für 2014: Bahnhofsumfeld, Parkraum sowie Gastronomie am Marktplatz
Beratung und Informationen direkt vor Ort
Sprechstunden in der Innenstadt: ab Januar werden die gesonderten Zeiten in denen das Quartiersbüro in der Nibelungenstraße 50 geöffnet hat noch bekanntgegeben. Von links: Hermann Müller, Christian Schwarzer, Barbara Schader und Frank Herbert. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Zwei Jahre stand das Gebäude mit Ladenlokal in der Nibelungenstraße 50 (ehemalig Textildruck) leer. Vor etwa einem Jahr hat die Stadt das Gebäude erworben, um den hinter dem Haus befindlichen Parkraum nutzen zu können. Hier werden derzeit noch Genehmigungen zum Wegerecht der Eigentümer eingeholt, deren Grundstück zum Zwecke der Durchfahrt genutzt werden müssen. Sobald die Genehmigungen vorliegen, wird der Parkraum in der Innenstadt durch diese Parkplätze erweitert. Außerdem soll das Grundstück Mainstraße 5 (ehemalige Videothek) angekauft werden, um zusätzlichen Parkraum zu bekommen. Hier allerdings gestalten sich die Eigentümerverhältnisse als schwierig, weshalb ein kurzfristiger Ankauf bisher nicht möglich war. Damit auch das in der Nibelungenstraße 50 befindliche Ladenlokal nicht weiter leer steht, hat jetzt Kernbereichsmanager Christian Schwarzer dort Quartier bezogen.
„So können Beratungen zur lokalen Ökonomie direkt in der Innenstadt erfolgen“, betonte Bürgermeisterin Barbara Schader im Rahmen eines Pressegesprächs. Da immer eine gewisse Hemmschwelle bestehe, ins Rathaus zu gehen, um an Informationen zu kommen, sollen mit der Einrichtung des Büros die Informationen rund um die Förderprogramme Aktiver Kernbereich und Lokale Ökonomie ins Zentrum gebracht und für Bewohner und Geschäftsleute leichter verfügbar gemacht werden. Außerdem soll das Büro auch für Baustellenbesprechungen zum Marktplatzumbau sowie für Sprechstunden der Bürgermeisterin genutzt werden. Die Sprechstundenzeiten werden ab Januar bekannt gegeben. Wie es mit dem Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ im kommenden Jahr weitergeht, darüber informierte dann auch der LoPa-Mitglied (Lokale Partnerschaft) Hermann Müller. Eine Frage steht dabei immer im Vordergrund: „Was ist uns wichtig? Denn wir müssen mit den Fördergeldern sehr gut und sehr weise umgehen“, betonte Schader.
Ein besonderes Anliegen ist der Bahnhof mit Umfeld, der noch als Großförderung eingereicht werden soll. Damit möglichst viele Gelder fließen, sollen nun 2014 erst einmal Ideen gesammelt werden, danach soll eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. „Wir müssen hier einen Kompromiss finden zwischen dem, was wünschenswert, realisierbar und vor allem finanzierbar ist“, betonte Müller. Weiterer Punkt auf der Tagesordnung der LoPa ist die Suche nach einem Investor für das Anwesen Wilhelminenstraße 12. Hier soll ein gastronomischer Betrieb als wichtiger Baustein innerhalb des Marktplatz-Konzeptes errichtet werden. Der Marktplatzumbau selbst soll bis Mai 2014 abgeschlossen. „Wir bauen keine Elbphilharmonie. Wir versuchen die Zeiten und Kosten im Griff zu behalten“, meinte Müller im Hinblick auf die zeitliche Verzögerung sowie die zusätzlichen Mehrkosten, die der schlechte Untergrund verursacht hat.
Bis Fastnacht soll der Marktplatz soweit fertiggestellt sein, dass sowohl der Fastnachtsumzug als auch der Fastnachtsmarkt seinen gewohnten Lauf nehmen kann. Die offizielle Einweihung wird dann mit dem der Eröffnung des Frühjahrsmarktes und einem erweiterten Eröffnungswochenende gefeiert. „An diesen vier Tagen wird mit einer öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung unter der neuen Markthalle, einem regulären Markttag sowie kulturellen Veranstaltungen die komplette Palette dessen gezeigt, was wir permanent in Bürstadt vorweisen und realisieren wollen“, so Müller.
Eva Wiegand
Info: Im August 2013 erhielt die Stadt Bürstadt den diesjährigen Bewilligungsbescheid im Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ in Höhe von 800.000 Euro (davon Eigenanteil der Stadt Bürstadt in Höhe von 236.000 Euro). Insgesamt stehen der Stadt Bürstadt aus dem Programm nach dem nunmehr sechsten Bescheid knapp 3,325 Millionen Euro an Fördervolumen zur Verfügung. Die Stadt trägt als Eigenanteil davon knapp 30% (989.000 Euro).