Prämierung von Einsparmaßnahmen im Energiebereich an Schulen im Kreis Bergstraße / Sonderpreis für Schule in den Weschnitzauen in Biblis
Bergsträßer Energiedetektive erzielen Erfolge
Große Freude bei der Schule in den Weschnitzauen in Biblis: Der Energiebeauftragte der Schule, Stephan Keller (l.), die Klassenleiterin der ehemaligen Klasse 4b, Nora Snaschel (r.) und Schulleiterin Simone Kurt (Mitte) konnten den Sonderpreis für Grundschulen in Empfang nehmen. Foto: Benjamin Kloos
KREIS BERGSTRASSE – Im vergangenen Schuljahr 2015/2016 haben insgesamt 44 von 74 Schulen im Kreis Bergstraße am „Pädagogischen Prämienmodell für Energiesparprojekte“ teilgenommen.
„Das Thema Energiesparen ist ein Zukunftsthema und geht uns alle an. Ich möchte mich als Schuldezernent und Landrat für die großartige Arbeit der Schulleiter, Lehrer und Schüler bedanken. Es geht dabei um viel mehr als kurzfristig Energie zu sparen, denn hier wird das Bewusstsein der Schüler positiv und nachhaltig geprägt. Gerade die Schule und die Lehrer sind als Vorbilder sehr wichtig“, freute sich Landrat Christian Engelhardt über das Engagement. Aus dem Nibelungenland beteiligten sich die Schule in den Weschnitzauen in Biblis, die Astrid-Lindgren-Schule in Bobstadt, die EKS in Bürstadt, die Lindenhofschule in Groß-Rohrheim sowie die Goetheschule, die Pestalozzischule und das LGL aus Lampertheim an dieser besonderen Aktion und durften am Dienstag ihre wohlverdienten Schecks in Empfang nehmen.
Einer Ausschüttung von verdienten Prämien in Höhe von 22.000 Euro stehen Energieeinsparungen in Höhe von 55.000 Euro gegenüber – ein Gewinn für alle Beteiligten: Den Kreis, der effektiv Geld spart, die Schulen, die das Geld aus dem Prämien sinnvoll investieren können und natürlich auch die Umwelt .
44 Schulen nahmen am „Pädagogischen Prämienmodell für Energiesparprojekte“ teil – am Dienstag überreichte Landrat Christian Engelhardt die Preise. Foto: Benjamin Kloos
Energiesparkoffer als Sonderpreis
Fünf Schulen erhielten zudem Sonderpreise für besonders gelungene und vorbildliche Energiesparprojekte. Die „Gewinner-Schulen“ wurden im August durch eine unabhängige Jury ermittelt. Als Preis erhielten die fünf Schulen je einen Energiesparkoffer mit Energiesparthermometer. Der Sonderpreis für Grundschulen ging unter anderem auch an die Schule in den Weschnitzauen in Biblis – zur großen Freude des Energiebeauftragten der Schule, Stephan Keller, der Klassenleiterin der ehemaligen Klasse 4b, Nora Snaschel und Schulleiterin Simone Kurt, die den zahlreichen Anwesenden die erfolgreichen Energieprojekte in der Schule vorstellten.
„Unsere ganze Schule beteiligt sich“, betonte Stephan Keller. Und dies in vielfältiger Art und Weise: An einer Energiewand mit wechselnden Themen können sich die Schüler über Möglichkeiten zum Energiesparen informieren, für die Jüngsten gibt es einen Malwettbewerb und im Rahmen einer wöchentlichen Forscher-AG werden Versuche rund um das bedeutende Thema durchgeführt.
Als Schwerpunktthema im vergangenen Schuljahr wurde die Windkraft gewählt, so wurden unter anderem Windräder gebastelt. Schulintern sorgen Energiewächter dafür, dass Fenster geschlossen und das Licht in den Klassenräumen ausgeschaltet ist. Eine besondere Aktion führte die Klasse 4a durch: Müll sortieren stand im Fokus, unter anderem mit Müllsuchen in und rund um Biblis und der dazugehörigen anschließenden Sortierung. Und auch die 4b wandelte auf besonderen Energie- und Umwelt-Pfaden: Im Rahmen einer Klassenfahrt ging es mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen Biohof. Dort durften die Kinder mit anpacken und lernten so hautnah, wo Käse und Wurst herkommen und wie man sich gesund und energiebewusst ernährt – mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln.
Landrat Christian Engelhardt appellierte abschließend an alle im Kreis ansässigen Schulen sich am Energiesparprojekt zu beteiligen: „Unser Anspruch muss es sein, alle Schulen im Kreis zur Teilnahme am Programm zu bewegen. Eine Energiewende kann nur dann gelingen, wenn sie in den Köpfen der Kleinsten verankert ist.“ Benjamin Kloos