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  • Di., 11. Februar 2025, 17:15 Uhr
    MURMELTIERTAG: Wieder grüßt das Murmeltier – dieses Mal aus dem Hofheimer Canisiushaus / Frühling muss warten

    Bert’s Wetterprognose – der Winter bleibt noch sechs Wochen!

    Herbert Tiefel begrüßte die Besucher zum zweiten Murmeltiertag.
    Foto: Hannelore Nowacki

    HOFHEIM – Eine wichtige Frage treibt die Menschen der Grundsau Lodsch 19 auch in Zeiten von Bundestags- und Bürgermeisterwahl um: Wird es bald Frühling oder bleibt uns der Winter noch erhalten? Bei der Wetterprognose ist das Murmeltier Bert behilflich, das am 2. Februar aus dem pfälzischen Bockenheim meldete: Der Winter bleibt noch sechs Wochen! Kurz hatte Bert aus seinem Weinfass geschaut, sah seinen Schatten und legte sich wieder zur Winterruhe. Beim diesjährigen Murmeltiertag im Canisiushaus erfuhren die etwa dreißig Gäste von Herbert Tiefel näheres über dieses Brauchtum, das im 17. Jahrhundert von pfälzischen Auswanderern nach Pennsylvania gebracht wurde und seit einigen Jahren den Weg zurück gefunden hat. 

    Murmeltier Bert, die Grundsau, hatte vor der Bühne einen Ehrenplatz, an seiner Seite auch ein Dachs, denn früher befragten die Pfälzer Bauern ihn, um zu erfahren, wann sie säen können. Zum Mitsingen lagen Liederblätter in alter Mundart auf den Tischen aus. Die zweiköpfige New Paltz Band begleitete das fröhliche Singen. Herbert Tiefel, der beim deutschen Ableger der Grundsau Lodsch als Hauptmann fungiert, bedient sich der alten Mundart gerne, auch in Reimen, geht in den Vorträgen jedoch Kompromisse mit dem heutigen Sprachverständnis ein. Mitglieder mit weiteren Wortbeiträgen traten auf, versüßt wurde der Nachmittag mit Nusskranz, Berlinern und Kaffee zum kleinen Preis. 

    Die Bewirtung hatte Bernhard Appelt mit weiteren ehrenamtlichen Helfern vom Wirtschaftsausschuss des Canisiushauses übernommen. „Haaptmann“ Tiefel dankte dem Team und der katholischen Kirchengemeinde für die Unterstützung. Im Publikum waren Margit Selb vom CC Rot-Weiß und Walburga Jung von der AWO, die Vorsitzende des Seniorenbeirats Ute Striebinger, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb sowie Ortsvorsteher Alexander Scholl und der Erste Stadtrat Marius Schmidt. Dem Anlass entsprechend nahm Schmidt die Wetterlage mit Humor, 40 Prozent der Vorhersagen stimmten laut Studien. Den  Hauptorganisator des Murmeltiertages tröstete er, was die Besucherzahl anging - es komme eben manchmal nicht auf die Quantität des Publikums an, sondern auf die Qualität. Scholl wünschte den Anwesenden einen schönen Nachmittag und viel Spaß. Gelesen habe er, dass auf die letzten 20 Jahre gerechnet sogar 69 Prozent der Murmeltier-Wettervorhersagen gestimmt hätten. 

    Hannelore Nowacki

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