Kreuz auf dem Friedhof in Bürstadt konnte dank Bürgerstiftung saniert werden / Bitte keine Gestecke ablegen
Besonderes Juwel erstrahlt in neuem Glanz
Dank der Bürgerstiftung Bürstadt erstrahlt das Kreuz auf dem Friedhof in Bürstadt wieder in neuem Glanz. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Das Kreuz auf dem Friedhof in Bürstadt erstrahlte am Freitag gleich doppelt in einem besonderen Glanz – erstens aufgrund der Sonnenstrahlen, die es vom Himmel anleuchteten, und zweitens aufgrund der Fertigstellung der Restaurierung, die durch die Bürgerstiftung Bürstadt ermöglicht worden war.
„Der Friedhof ist ein Teil der Visitenkarte einer Stadt, daher wollten wir diesen verschönern. Viele Bürstädter haben liebe Menschen, die sie hier besuchen, dies soll in angenehmer Atmosphäre stattfinden. Hierzu gehört auch, dass das Kreuz schön aussieht”, betonte der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Peter Tschirch. „Aus diesem Grund haben wir das Kreuz durch Natursteine Boxheimer restaurieren lassen, denn es liegt genau auf dem Weg von der Trauerhalle auf den Friedhof.” Möglich wurde dies durch den Vorsitzenden selbst, da sich dieser zu seinem runden Geburtstag Geld für dieses Projekt wünschte, wie Hans-Werner Vetter betonte.
Bürgermeisterin Barbara Schader sprach der Bürgerstiftung angesichts dieses erneuten außergewöhnlichen Engagements ihren Dank und den Dank der Bürger aus. „Dank unserer engagierten Bürgerstiftung können wir als Stadt sehr glücklich sein. Ein besonderes Juwel erstrahlt in neuem Glanz, das Kreuz auf unserem Friedhof. Einmal mehr sind Sie als Bürgerstiftung für die Bevölkerung da und erhalten und bewahren gleichzeitig die Erinnerung.” Gleichzeitig erinnerte die Bürgermeisterin selbst an die Geschichte des Kreuzes. Im Jahr 1860 sollte nämlich auf dem Fundament des Kreuzes eine Friedhofskapelle erbaut werden. Dieses erwies sich jedoch als zu instabil und so wurde ein anderer Standort für die Kapelle gewählt. „Damals wurde sehr weise entschieden, hier ein Kreuz mit Korpus aufzustellen”, so Bürgermeisterin Schader. 1995 sollte zunächst eine Teilrestaurierung erfolgen, dies war jedoch nicht möglich, so dass eine komplette Restaurierung beschlossen wurde. 50.000 D-Mark wurden damals in den Haushalt für das Jahr 1996 eingestellt, um das Kreuz in seiner ursprünglichen Form gestalten zu können. „Jetzt konnte das Kreuz dank der Bürgerstiftung erneut renoviert werden”, freute sich das Stadtoberhaupt.
Eine Bitte haben die Bürgerstiftung, die Stadtverwaltung und Boris Boxheimer von Natursteine Boxheimer an die Bevölkerung: „Bitte stellen Sie auf dem Sandstein des Kreuzes keine Gestecke oder Kerzen ab, da diese den Sandstein beschädigen.” Vielmehr können die Gestecke am direkt benachbarten Gedenkstein an die Toten der Heimat abgelegt werden. Benjamin Kloos