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  • Mo., 13. Juli 2020, 08:27 Uhr
    Magistrat Bürstadt: Bürgermeisterin Barbara Schader stellte Personal vor

    Besonnen und gesund durch die Corona-Krise

    BÜRSTADT – Der 13. März ist ein denkwürdiger Tag – auch für Bürgermeisterin Barbara Schader und die Stadtverwaltung. Denn seit diesem Tag stellte sich für die Bürgermeisterin die Frage „wie managen wir eine Pandemie, wie gestaltet man eine Verwaltung“. 

    Beim ersten Magistratspressegespräch seit dem 3. März beschrieb Schader wie es gelungen ist, durch Neugestaltung und Flexibilisierung weiterhin Dienste für die Bürger anzubieten sowie den Betriebshof, die Kläranlage und den Friedhof zu organisieren. Risikogruppen wurden nach Hause geschickt, der Arbeitszeitkorridor wurde von 6 bis 22 Uhr ausgeweitet. Die Gärtner fuhren zur Arbeit ohne Station beim Betriebshof zu machen, nutzten nicht die gemeinsamen Räume. In der Kläranlage war Schichtbetrieb, man begegnete sich nicht. Im Rathaus habe jeder sein eigenes Büro gehabt, andere seien im Homeoffice gewesen. Immer sollte eine zweite Möglichkeit vorhanden sein, eine zweite Ebene für den Fall, dass eine Ebene ausfallen würde. Kurzarbeit habe es für niemanden gegeben, auch nicht im Kita-Bereich, dafür sei sie dankbar. „Jetzt sind wir wieder hochgefahren, aber es nicht noch nicht normal, wir sind noch nicht drüber raus“, schränkte Schader ein, es gebe immer noch die Hygieneregeln. „Wichtig war, dass wir besonnen geblieben sind und vor allem gesund“. 

    Im Bereich Personal haben sich Änderungen ergeben. Im Standesamt ist seit 1. Juli Katja Neumann im Dienst, ein nahtloser Übergang. Standesbeamtin Christine Müller hatte aus  persönlichen Gründen gekündigt, um näher am Wohnort zu sein. Zwölf Bewerbungen seien auf die Stellenausschreibung eingegangen, berichtete Schader. Als Bürstädterin kenne Katja Neumann die Leute, wie ihre Vorgängerin war sie zuvor bei der Sparkasse tätig. Katja Neumann berichtet von tollen Kollegen im Rathaus, sie sei mit offenen Händen empfangen worden. Fachlich will sich die 48-Jährige schnell einarbeiten und in etwa einem halben Jahr die Lehrgänge und Prüfungen absolviert haben, um als Standesbeamtin alle Aufgaben wahrnehmen zu können. Nicht die Trauungen, nur die Feiern seien während der Corona-Krise verschoben worden, klärte Schader auf, aber die Abstandsregeln gelten weiter. 

    Hoch motiviertes Team
    Auch die starke Mannschaft des Betriebshofs hatte in dieser Zeit viel zu tun, das junge und hoch motivierte Team hatte zum Beispiel Spielplätze abzusperren und Schilder anzubringen. Allerdings hatte der Magistrat wegen der Corona-Pandemie zunächst die vorgesehenen  Saisonkräfte für die Saison 2020 zur Pflege der gärtnerischen Anlagen nicht eingestellt. Der 26-jährige Simon Karg, seit einem Jahr befristet im Bereich Bauhof beschäftigt, wird ab 1. August unbefristet tätig sein, ebenso Denni Lutz. Auf dem Friedhof gibt es viel Arbeit, weil das feuchtwarme Wetter das Unkraut wachsen lässt, das nicht mehr mit dem bekannten Mittel bekämpft wird. Für die Badesaison 2020 musste kein neues Personal beschafft werden, die bewährten drei Damen waren bereit und wurden eingestellt, wie Schader erfreut berichtete. 

    Auch für das Waldschwimmbad sei es kein normales Jahr. Mit Registrierung können sich maximal 450 Besucher im Schwimmbad aufhalten, bis zu drei Tage vorher könne man buchen. Großes Lob von Schader für Hans-Jürgen Bergmann, der frühzeitig einen Pandemieplan für das Schwimmbad ausgearbeitet habe. Im Bereich Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung hat der Magistrat den Werkstudentenvertrag von  Luisa-Marie Morweiser um ein halbes Jahr bis Ende Februar verlängert. Kommunikation auf allen Medienkanälen wie Facebook und Instagram sei ihre Spezialität.   Hannelore Nowacki

    Bürgermeisterin Barbara Schader (Mitte) stellte im Rahmen des Magistratspressegesprächs Katja Neumann als neue Mitarbeiterin im Standesamt vor. Simon Karg wurde in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis als Facharbeiter im Bereich Bauhof übernommen. Foto: Hannelore Nowacki


     

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