Mi., 28. Oktober 2020, 16:06 Uhr
HALLOWEEN: Stadtverwaltung Bürstadt: Direkte Kontakt an den Haustüren mit vielen verschiedenen Menschen sollte vermieden werde
„Besonnenheit und Rücksicht sind gefordert”
BÜRSTADT – Die Zahlen der mit dem Coronavirus Covid-19 Infizierten nimmt seit Tagen weltweit zu, so auch im Kreis Bergstraße und in Bürstadt. Innerhalb der vergangenen Woche sind im Kreis Bergstraße mehr als 300 Neu-Infektionen bekannt geworden. „Das ist ein neuer Höchststand, der von uns politisch Verantwortlichen, aber auch von allen Bürgerinnen und Bürgern Besonnenheit, Umsicht und Vorsicht erfordert“, erklärte Bürgermeisterin Barbara Schader. Basierend auf den Video-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den sechzehn Ministerpräsidenten der Bundesländer werden aller Voraussicht nach in den nächsten Tagen neue Maßnahmen zur Eindämmung der zuletzt wieder sehr schnellen Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 beschlossen. „Auch in Bürstadt wird die Bevölkerung von diesen Einschränkungen des sozialen Miteinanders betroffen sein“, so die Verwaltungschefin. „Die neuerlichen Einschränkungen werden bei manchen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht auf Zustimmung stoßen, die Maßnahmen sind aber richtig, notwendig und erforderlich, um die Ausweitung von des Coronavirus einzuschränken und damit unser vorbildliches Gesundheitssystem nicht zu überlasten.“
Gerade jetzt am Wochenende, da Halloween ansteht, wird es vielen Familien mit Kindern sicher nicht leichtfallen, auf dieses alljährliche Spektakel unter Freunden in der Nachbarschaft zu verzichten. Verboten ist das Sammeln von Süßigkeiten an den Haustüren für die Kleinen zwar nicht, solange Gruppen mit maximal fünf Personen unterwegs sind. „Trotzdem bitte ich die Bevölkerung im Sinne der Gesundheit aller, in dieser besonderen Zeit auf das beliebte Halloween-Treiben einmal zu verzichten“, appellierte die Bürgermeisterin. Der direkte Kontakt an den Haustüren mit vielen verschiedenen Menschen sollte vermieden werden, auch wenn sich die Beteiligten an der frischen Luft befänden. „Wie unser Landrat Christian Engelhardt bereits empfohlen hat, raten auch wir als Stadtverwaltung dazu, in diesem Jahr lieber schaurig-schön mit den Kindern zuhause zu feiern.“
Die Stadtverwaltung stünde auch weiterhin in ständigem Kontakt mit dem Landratsamt des Kreises Bergstraße. Sobald es neue Entscheidungen oder Handlungsempfehlungen geben sollte, würden diese umgehend und direkt über die verschiedenen städtischen Kanäle wie Webseite, Facebook oder Instagram mitgeteilt. „Für diese schwierige Zeit wünschen wir den Menschen viel Kraft, insbesondere eine robuste Gesundheit. Allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die zur Zeit erkrankt sind, wünschen wir eine gute und schnelle Besserung. Wir wollen in dieser besonderen Situation keine zusätzliche Hysterie verbreiten, sondern den Herausforderungen mit größtem Verantwortungsbewusstsein begegnen. Insbesondere Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet, auf diese Personen gilt es besonders zu achten. Außerdem rufen wir dazu auf, weiterhin die allgemeinen Empfehlungen zur Hygiene wie das Niesen in die Armbeuge oder das mehrmals tägliche gründliche Händewaschen (mindestens 20 Sekunden jeweils) und die Vorgaben zum Abstand unbedingt zu beachten,“ so Barbara Schader im Namen des Magistrats. zg