Kerwevadder Joachim Bormuth begeisterte mit Kerwered
Beste Stimmung bei Wattemer Kerb
Kerwevadder Joachim Bormuth (r.) taufte den farbenfrohen Kerwekranz mit edlem Wein. Foto: Benjamin Kloos
WATTENHEIM – „Die Wattemer Kerb is do” hallte es am Montagmorgen rund um das Vereinsheim der SG NoWa in Wattenheim, als Kerwevadder Joachim Bormuth in Begleitung seiner beiden Kerbeborsch und dem Mundschenk die feierliche Kerwered hielt. Dem fröhlichen Anlass angemessen strahlte die Sonne auf den bunten Kerwekranz und verwöhnte die Wattenheimer am Kerwemontag – und so herrschte an den gut besetzten Tischen auf dem Außengelände des Vereinsheim der SG NoWa beste Stimmung, besonders beim Mitsingen der Lieder wie dem Kerwemarsch oder „Ich hab den Vater Rhein in seinem Bett geseh'n”.
Vier humorvolle Anekdoten aus dem Dorfgeschehen hatte Kerwevadder Joachim Bormuth dabei, die bei den Kerwegästen immer wieder für Erheiterung und laute Lacher sorgte. So wie beispielsweise vom Kerwespiel, das mit 8:2 gegen ein Team aus Bensheim gewonnen wurde, allerdings auf dem Platz in Nordheim, denn: „Dienstags vor dem wichtigen Ereignis, beim Rasenmähen der Gemeinde mit Hindernis. Der Rasenmäher wohl zu schnell, sah das Tor nicht eventuell. Das Tor hängt nun schief im Osten, eingeknickt war der Pfosten.”
Besondere Begeisterung rief die Geschichte des Wattenheimer Ehepaars hervor, das in Bürstadt feiern war und bei der Ankunft zuhause feststellen musste, dass alles unter Wasser stand. „Eckventil und Schlauch geplatzt, da nahm das Wasser seinen Lauf ratz fatz. Vom Flur bis in die Kellerräume, das nennt man dann wohl feuchte Träume. Keine Frage – wer muss her? Die liebe gute Feuerwehr. Die Dame des Hauses war ganz verzückt, dass die sind so schnell angerückt. Sie saugten und sie pumpten leer, das kann sie gut, die Feuerwehr”, rief der Kerwevadder den Anwesenden zu, bevor die Kerweredd sich dem Ende näherte. Mit dem Taufen und dem Aufhängen des Kerwekranzes endete die Zeremonie, die auch schon fast das Ende der Kerwe einläutetet, die mit dem Tag der offenen Tür bei der benachbarten Feuerwehr und dem traditionellen Kotelettessen weitere Höhepunkte hatte. Denn eines können die Wattenheimer auf jeden Fall: Ihre Kerb richtig feiern. Benjamin Kloos