Frauen- und Gemeindekreis der Martin-Luther-Gemeinde reiste nach Schwetzingen
Besuch in der Sommerresidenz Carl Theodors
Bereits vor Fahrtantritt nach Schwetzingen gab es beim Frauen- und Gemeindekreis der Martin-Luther-Gemeinde strahlende Gesichter. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Schwetzingen war am 29. August das Ausflugsziel des Frauen- und Gemeindekreises der Martin-Luther-Gemeinde unter der Leitung von Pfarrer Roland Schein. 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am Morgen zu der Fahrt.
Im Schloss wurden die Besucher zu einer Führung erwartet. Hierbei erfuhren sie sehr viel Interessantes über Schloss und Schlossherr. Zunächst war Schwetzingen nur als Jagdschloss gedacht. Das kurfürstliche Paar residierte im Mannheimer Schloss. Später wurde das Gebäude immer mehr erweitert und vor allem die herrliche Gartenanlage gestaltet. In Mannheim bot sich aus Platzmangel keine Möglichkeit eines Gartens in diesem Ausmaß. Einen Eindruck über die Größe der Gartenanlage erhält man, wenn man erfährt, dass 42 Kilometer Fußwege durch das Gelände führen. Carl Theodor, der ein Freund der Künste war, hatte viele Musiker und große Denker zu Gast. So weilte Mozart als Siebenjähriger mit seiner Familie dort und auch Voltaire genoss einen längeren Aufenthalt im Schloss.
Erstaunlich ist, dass das Schwetzinger Schloss im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde und so noch viele Originalmöbel und Tapeten erhalten sind, ebenso noch das Tafelgeschirr und Figuren aus Frankenthaler Porzellan. Diese Porzellan-Manufaktur wurde von Carl Theodor besonders gefördert. Leider existiert diese seit Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr. Zur Zeit findet eine Ausstellung des berühmten Servietettenkünstlers Joan Sallas statt mit fantastischen Faltobjekten, fast unvorstellbar, dass man solche Kunstwerke aus Stoff schaffen kann.
All die vielen Eindrücke konnten nach Beendigung der Führung bei einem guten Essen im Schlossrestaurant verarbeitet werden. Gegen 17 Uhr traf die Gruppe wieder in Lampertheim ein. zg