Do., 21. August 2014, 13:22 Uhr
Bibliser Gemeindewald als Munitionsverdachtsfläche eingestuft / Sanierungsplan wird ausgearbeitet
Betreten mit sofortiger Wirkung untersagt
BIBLIS – Der Bibliser Gemeindewald um das ehemalige Flugplatzgelände ist als Munitionsverdachtsfläche eingestuft worden. „Die Konsequenz hieraus ist, dass das betreten des Gemeindewaldes mit sofortiger Wirkung untersagt ist. Die Waldwege werden vom Kampfmittelräumdienst untersucht und der Hessen Forst wird in Kürze Schilder aufstellen, dass das Verlassen der Wege untersagt ist“, teilte Bürgermeister Kusicka mit.
Im Frühjahr wurde die Gemeinde vom Regierungspräsidium Darmstadt Abt. Kampfmittelräumdienst über den Sachverhalt informiert. Der Hessen Forst, dessen Waldareal direkt an den Gemeindewald angrenzt, wird derzeit für eine sechsstellige Summe nach Kampfmitteln abgesucht. In Absprache mit dem Hessen Forst, der auch den Gemeindewald bewirtschaftet, wurde vereinbart, dass die Bewirtschaftung bis auf weiteres eingestellt wird. Um die Naherholung im und am Wald um das ehemalige Flugplatzgelände sicher zustellen, wurde von der Gemeinde ein Unternehmen beauftragt, die land- und forstwirtschaftlichen Wege zu sondieren. Nach heutigem Kenntnistand wurden im Bereich des Staatsforstes bereits Kampfmittel gefunden und beseitigt.
„Uns fallen nun die Lasten vergangener Tage auf die Füße! Die komplette Untersuchung wird einige finanzielle Mittel in Anspruch nehmen, die so nicht geplant waren“, ergänzt Bürgermeister Kusicka im Gespräch. „Dass dies ernst zu nehmen ist, zeigt der Fund einer Weltkriegsbombe in Worms. Wir können als Gemeinde nicht das Risiko eingehen und so tun, als ginge uns dies nichts an. Falls jemand zu Schaden kommt, wird die Staatsanwaltschaft Fragen stellen“, führt Bürgermeister Kusicka als oberste Ordnungsbehörde aus.
Im ersten Zuge wird ein Unternehmen beauftragt die land- und forstwirtschaftlichen Wege zu untersuchen. Im Weiteren Verlauf soll der Gemeindewald in Gänze nach Kampfmitteln abgesucht werden. „Hierzu brauchen wir aber erst die finanziellen Mittel, so dass ich derzeit von einem längeren Prozess ausgehe. Wir werden sozusagen einen Sanierungsplan für den Gemeindewald ausarbeiten müssen“, so Bürgermeister Kusicka. zg