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  • Mi., 25. Januar 2017, 09:25 Uhr
    FDP fordert eine umfassende Analyse städtischer Liegenschaften

    „Betrieb des Schillercafés erneut gescheitert”

    Die beiden stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Stefanie Teufel und Gernot Diehlmann fordern nach dem erneuten Aus für das Schillercafé eine umfassende Analyse städtischer Liegenschaften. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Der FDP-Vorstand beschäftigte sich auf seiner ersten Sitzung in 2017 mit der Frage, wie es mit dem Schillercafé weitergehen soll, nachdem nun auch der letzte Pächter aufgegeben hat. „Es hat sich für die Betreiberfamilie offensichtlich nicht gerechnet“, so die Vermutung von Stefanie Teufel, stellvertretende Parteivorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. „Da für die Stadt die Unterhaltung des Gebäudes trotz Pachteinnahmen ohnehin stark defizitär ist, und in naher Zukunft möglicherweise umfassende Sanierungsarbeiten anstehen, stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist ein nicht-kostendeckendes Café weiter zu unterhalten, oder ob es nicht bessere Nutzungsmöglichkeiten gibt“, so Gernot Diehlmann, stellvertretender Parteivorsitzender und Fraktionsgeschäftsführer der FDP.

    In einem ersten Schritt hat die FDP deshalb einen Maßnahmenkatalog erstellt, der zusammen mit dem Koalitionspartner SPD die Liegenschaft „Schillercafé“ umfassend betrachtet. Die sozialliberale Koalition wird hierzu in der kommenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag einbringen. Die Stadt Lampertheim unterhält außer den für die Verwaltung notwendigen Gebäuden noch weitere Liegenschaften, deren Nutzung vor dem Hintergrund der Kostendeckung zu hinterfragen ist. Ferner sollte über eine Konsolidierung des Gebäudebestandes nachgedacht werden, der unnötige (Teil-)Lehrstände möglichst ausschließt. Umsetzbare Zusammenlegungen müssen untersucht und umgesetzt werden, um strukturell Kosten zu reduzieren. Bei nicht genutzten Gebäuden sollte vor dem Hintergrund hoher Betriebs- und Sanierungskosten (Sanierungsstau) über eine Veräußerung nachgedacht werden. Denkbar könnte auch eine Nutzung im Hinblick auf bezahlbaren Wohnraum sein. Der FDP Vorstand stellt sich vor dem geschilderten Hintergrund die Frage, welche der Liegenschaften diese Voraussetzungen erfüllen.

    Der FDP-Vorstand geht davon aus, dass die Verwaltung mit Hochdruck an der Analyse des Sachverhaltes arbeitet und entsprechende Vorschläge machen wird. Diese müssen für die politische Diskussion verwertbar sein. „Wir sind es dem Bürger schuldig, alle Kostenfallen aufzudecken und abzustellen“, so Stefanie Teufel abschließend. zg

     

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