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  • Mo., 30. September 2019, 09:47 Uhr
    3.210 Euro für Sportvereine, die sich für Flüchtlinge stark machen/ 2020 Sporttag mit vielfältigen Aktionen geplant

    Bewegung in die Integration bringen

    Sportcoach der Stadt hat Marius Schmidt (3.v.l.) überreichte im Alten Rathaus die Förderbescheide an die Vereinsvertreter. Foto: Petra Gahabka


     

     

    LAMPERTHEIM – Seit 2016 unterstützt das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ hessische Kommunen, in denen Sportvereine und Institutionen integrative Arbeit leisten. In seiner Funktion als Sportcoach der Stadt hat Marius Schmidt am Donnerstagabend im Alten Rathaus Förderbescheide von insgesamt 3.210 Euro an Vereinsvertreter überreicht.

    Dass Integration funktioniert, ist ein hehrer Wunsch, sie funktioniert nur dann, wenn es Personen gibt, die bereit sind, diese Arbeit ehrenamtlich zu übernehmen“, sagte Schmidt. In Lampertheim gebe es Vereine, die Flüchtlingen helfen anzukommen und Kontakt zu andern zu finden. Sport verbinde, strukturiere den Tag und vermittle Werte. „Meine Hochachtung, meinen Respekt und herzlichen Dank“, würdigte er deren Engagement. In diesem Jahr habe man aufgrund der Anzahl der Flüchtlinge, die in der Spargelstadt wohnen, einen Anspruch auf 12 500 Euro. Diese stünden zur Verfügung für Sachmittel, Übungsleiterstunden und unterstützende Maßnahmen rund um das Thema Integration. Auch Erster Stadtrat Jens Klingler dankte den Vereinsvertretern und darüber hinaus Horst Schmitt, Fachdienstleiter Soziale Dienste, der gemeinsam mit Marius Schmidt das Förderprogramm gewissenhaft abwickle und sich Gedanken mache, wo Gelder noch eingesetzt werden können. Beispiele seien Projekte in den Unterkünften Chemie- und Florianstraße sowie Rosengarten. Fördergelder gab es für den Turnverein (345 Euro), Pro Fighting (499 Euro), 1. Boxclub Punshing (400 Euro), Kanu-Club (999,50 Euro), Badmintonverein (113 Euro) sowie die Fußballvereine VfB (508 Euro), Olympia (130 Euro) und FV Hofheim (216 Euro). Das Spiel um das runde Leder stehe bei den Flüchtlingen ganz oben, aber Kampfsport und Fitnesskurse seien auch sehr beliebt, merkte Schmidt an. Der Kanu-Club habe sich daher bereit erklärt, in der Unterkunft Florianstraße Trainerin Waltraud Ueberle zu unterstützen und Sportkurse für Männer und Frauen zu geben. Die Integrationsarbeit lasse nicht nach, sie werde anders, stellte der Sportcoach fest. So habe man den Turnverein auch bei der Ausbildung von zwei Flüchtlingen für den Trainerschein unterstützt, „die die Hilfe bekommen haben, werden nun selbst zu helfenden Händen“.

    Weiterhin bezuschusst wurden der Sport & Fun Day der Jugendförderung mit 1.181 Euro für die Anmietung von Gerätschaften sowie im Stadtteil Rosengarten mit 6.000 Euro eine Outdoortischtennisplatte und ein Tischkicker, die auf dem derzeit in Umgestaltung befindlichen Bolzplatz gebaut werden. Hier entstehe ein Sport- und Begegnungspark. Noch bis zum 31. Dezember haben Vereine die Möglichkeit, ergänzende Förderanträge zu stellen. Geschieht dies nicht, findet der Restbetrag von 1.856 Euro für Schwimmkurse mit Flüchtlingen in den Biedensand Bädern Verwendung. Da das Förderprogramm vonseiten des Landes 2020 weitergeführt wird, können die Fördergelder auch in einen Sporttag investiert werden, der in Verbindung mit dem Stadtmarketing für nächstes Jahr August geplant ist. Am Samstag nach der Shoppingnacht könnten sich Vereine mit Mitmachangeboten präsentieren, ein Beachvolleyball- oder Streetballturnier sei ebenso denkbar wie ein Benefizlauf. Auch der ein oder andere bekannte Sportler werde zu Gast sein, so Schmidt, der sich über Aktionen der Sportvereine freuen würde. Petra Gahabka

     

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