So., 07. Juli 2019, 14:18 Uhr
Baugenossenschaft war und ist verlässlicher Partner
Bezahlbarer Wohnraum in Bürstadt
BÜRSTADT – Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Für bezahlbaren Wohnraum muss im Rahmen eines Maßnahmenbündels mehr getan werden. Der Bund und die Bundesländer sind in der Pflicht, den sozialen Wohnungsbau stärker zu fördern und genossenschaftliches Wohneigentum besser zu unterstützen.
Auch in Bürstadt gibt es konkrete Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Die Baugenossenschaft hat in der vergangenen Jahrzehnten hervorragende Arbeit geleistet, wie dies auch bei der Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden Gunter Seip deutlich wurde. Die erfolgreiche Arbeit war nur möglich, weil die städtischen Gremien in der Vergangenheit die Baugenossenschaft wirkungsvoll unterstützten. Diese Unterstützung bestand sowohl in der Bereitstellung von günstigen Darlehen als auch in der Bevorratung von Grundstücken. In allen größeren Neubaugebieten (Flur 21/22, Acht Morgen, Gartenstraße u.a.) wurden Grundstücke für die Baugenossenschaft in der Bauleitplanung vorgesehen.
Es wäre dringend notwendig, wenn auch im neuen Bauabschnitt „Sonneneck" ein oder zwei Grundstücke für die Baugenossenschaft vorgesehen wären. Dies würde auch den Empfehlungen der auf Bundesebene eingesetzten Expertenkommission entsprechen. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft hat laut ihrem Geschäftsbericht zur Zeit eine Durchschnittsmiete von zur Zeit 4,77 Euro/Quadratmeter in ihrem Wohnungsbestand. Eine solche Durchschnittsmiete ist für einen
privaten Investor undenkbar. Vergleichbarer Wohnungsraum kann in einem Zweifamilienhaus, auch bei sehr niedrigen Zinsen nie so günstig geschaffen werden. Wir begrüßen die Erschließung eines neuen Baugebietes. Es wäre jedoch ein Zeichen, dem Problem „Bezahlbarer Wohnraum" entgegen zu wirken, wenn durch konkrete Maßnahmen dies auch umgesetzt werden würde. Die Baugenossenschaft war in der Vergangenheit ein verlässlicher Partner und wird dies auch in Zukunft sein. zg