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  • Mi., 22. Juni 2022, 10:43 Uhr
    BAHNTRASSE: Wichtige Info auch für Anlieger an der Riedbahnstrecke aus Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim 

    BILA neben der DB auf dem Europaplatz

    LAMPERTHEIM – Für Montag, 27. Juni, ist die Deutsche Bahn mit einem Info-Mobil auf dem Europaplatz in Lampertheim präsent. Mit einer Präsentation und etlichen Mitarbeitenden informiert sie dort über den Planungsstand des größten Verkehrsprojektes, das unsere Stadt je erlebt hat. Das ist der Bau der Schnellstrecke für ICS`s zwischen Frankfurt und Mannheim. Ein Jahrhundert-bauwerk, das einen der größten Engpässe des Schienenverkehrs in Deutschland beseitigen, zumindest entschärfen soll. In direkter Nachbarschaft auf dem Europaplatz wird auch die BILA präsent sein. Sie hat mit der Bahn erreicht, dass auf unserer Gemarkung die Verkehrsführung in einem Tunnel in offener Bauweise geplant ist. Zwar ist dies eine beachtliche Verbesserung im Vergleich mit der ursprünglichen Planung, die eine oberirdische Trasse vorsah. Doch sehen die Aktiven noch Verbesserungsmöglichkeiten, die der Natur und den Menschen zu Gute kämen. Da ist die Frage der Bauweise des Tunnels und die ca. 3km lange ebenerdige Trassenführung bis zur Lampertheimer Stadtgrenze. Offene Bauweise heißt, dass zuerst ein 22m breiter und 18m tiefer Graben ausgehoben wird, in den die Tunnelröhren betoniert und dann mit Erde überworfen werden. Was das an Erdbewegung und Materialzufuhr bedeutet, ist kaum vorstellbar. Dazu wird die Möglichkeit, den Wald wieder aufzuforsten, nicht nur von den Forstleuten vor Ort sehr skeptisch gesehen. Weshalb die Forderung nach bergmännischer Bauweise des Tunnels immer wieder laut wird.

    Infos auch für Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim wichtig

    Die Neubaustrecke ist als Hochgeschwindigkeitsstrecke für den Fernverkehr, sprich ICS’s geplant. Das bedeutet, dass die ICS’s von der Riedbahn auf die NBS verlagert werden. Dafür wird der weiter anwachsende Güterverkehr auf die Bestandsstrecken, besonders auf die Riedstrecke verlagert. Das wird den Bahnlärm anwachsen lassen. Bei den erwarteten Steigerungsraten des Güterverkehrs, was in der Verkehrswende ja politisch gewollt ist, droht der Ausbau des Personennahverkehrs auf der Strecke zu bleiben. Deshalb fordert die BILA mehr Lärmschutz an der Bestandsstrecken. Zumindest die verbliebenen Lücken zu schließen und in sensiblen Bereichen Schienenstegdämpfer einzubauen. Daneben fordert sie im Sinne der Verkehrswende Verbesserungen im Personennahverkehr, konkret einen mit der Metropolregion abgestimmten S-Bahn-Takt, der es uns quasi aufdrängt, mit dem Zug zur Arbeit, ins Kino, Theater oder zum Wandern zu fahren. 

    Diese Informationsmöglichkeit bei Bahn und BILA sollte sich keine Bürgerin und kein Bürger entgehen lassen. Zum einen, um sich eine Vorstellung zu bekommen, was da auf uns zukommt, zum anderen aber auch, um jede Möglichkeit der Verbesserung zu unterstützen. Es gibt manches, gerade im Sinne der Verkehrswende, was noch erreicht werden kann. Deshalb freuen DB und BILA sich auf reges Interesse und einen regelrechten Ansturm. Hinterher schimpfen kann jeder, sich im Vorfeld einbringen, - das zählt. Also Ihr Bürgerschaft – bis Montag auf dem Europaplatz. zg

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