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  • Mi., 15. Februar 2017, 09:26 Uhr
    Präventionsprojekt „SchleuderDrama“ an der Erich-Kästner-Schule

    Bilder und Geschichten, die man nicht so schnell vergisst

    In Gesprächen, mit einer sehr emotionalen Film-PowerPoint-Präsentation und Workshops sensibilisierten die Polizei, der Rettungsdienst, die Notfallseelsorge, die Suchtberatung PRISMA sowie die Feuerwehr die Schüler zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – „SchleuderDrama” lautete der Titel der Präsentation, die das Präventionsprojekt in der Mediathek der EKS am Dienstagmorgen eröffnete. Aufklärung und Prävention durch Abschreckung könnte man meinen, aber den Veranstaltern ist vor allem eines wichtig: „Wir wollen euch keine Angst machen, wir wollen euch hier klar machen, dass ihr nicht unverletzlich seid und in gewissen Situationen euren Verstand einsetzt und bessere Entscheidungen trefft“, brachte es der Schulpsychologe vom Staatlichen Schulamt Kreis Bergstraße, Tobias Knapp, auf den Punkt. Gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Notfallseelsorge schilderte er den Schülern der zehnten Jahrgangsstufe des Realschulzweigs persönlich Erlebtes – Bilder und Geschichten, die die Schüler sicher nicht so schnell vergessen. Vor allem sollen sie die jugendlichen Fahrer und Mitfahrer aber sensibilisieren, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen, denn mit wenigen Vorkehrungen lässt sich das Unfall-Risiko im Straßenverkehr deutlich verringern. „Wenn ihr euch an Regeln haltet, schützt ihr euer Leben und das Leben anderer“, betonte Polizeihauptkommissar Frank Dingeldey und appellierte an die Vernunft der jungen Menschen: „Haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzung, denn Unfälle gehen oft darauf zurück“. Auch Anschnallen ist Pflicht und schützt das Leben, wie die emotionale Film-Präsentationen sehr deutlich machten. Nicht zu unterschätzen sind kurze Ablenkungen, sei es durch das Handy oder andere Mitfahrer, denn nur eine Sekunde Unaufmerksamkeit bedeuten 15 Meter auf der Straße. Alkohol und andere illegale Drogen schränken nicht nur das Fahrvermögen im Straßenverkehr drastisch ein, sondern erhöhen auch die Risikobereitschaft. Besonders oft sind junge Menschen betroffen, sie schätzen das Risiko falsch ein oder wollen an falscher Stelle Mut beweisen – deshalb gilt: Kein Alkohol am Steuer – nie! In Workshops wurde die Botschaft anschließend vertieft. Zahlen hatte dann Jörn Metzler dabei: Im Jahr 2015 gab es 14 Tote im Kreis Bergstraße, 2016 waren es „nur“ elf - immer noch elf zuviel. Eva Wiegand

     

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