Erfolgreiche DRK-Blutspendenaktion in der Erich-Kästner-Schule mit 150 Spendern
Blut spenden rettet Leben
Ganz entspannt spendete Leo Wilhelm Blut, nur ein paar Minuten dauerte es. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – In der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule floss am Dienstag viel Blut, halbliterweise in Beutel abgefüllt, um viele Leben retten zu können. Zu dieserBlutspendenaktion des Deutschen Roten Kreuzes am Dienstag von 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr hatten sich 176 potenzielle Blutspender aus Bürstadt und Umgebung online angemeldet. Dabei konnte der Termin frei gewählt werden, sofern noch frei. Weiträumig waren die Liegen für die Blutentnahme aufgestellt, viel Raum auch vom Empfang bis hin zu den drei Ärzten, die hinter roten Planen die angemeldeten Blutspender untersuchten und berieten. Dass nach den Coronaregeln alles anders organisiert war und ablief, machte schon das neue Anmeldeverfahren deutlich – es gab keine Warteschlangen. Niemand mit Fieber kommt in die Halle, dafür sorgte die kontaktfreie Messung am Eingang, wo ehrenamtliche DRK-Mitglieder auch frischen Mund-Nasen-Schutz bereithielten. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, der Termin ist sehr gut gelaufen“, teilte Siegfried Schack, zweiter Vorsitzenderder Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes, dem TIP am nächsten Tag telefonisch mit. Ärgerlich sei, dass einige Angemeldete einfach nicht kamen, mit dem Nachteil, dass diese Zeitkontingente nicht an andere Spender vergeben werden konnten. Unter den 167 erschienenen Personen waren 24 Erstspender, unter ihnen erfreulich viele junge Blutspender. Nun hofft Schack, dass diese auch zu den nächsten Blutspendenaktionen wiederkommen. Zwei Spendenwillige konnten wegen ihres Alters nicht spenden, weitere 17 Ausfälle habe es aus medizinischen Gründen gegeben, erläuterte Schack, so dass die immerhin hohe Zahl von 150 Blutspendern erreicht wurde. Auf das neue Anmeldeverfahrenhabe es viel positive Resonanz gegeben, viele Blutspender würden es gerne beibehalten. Anders als vor der Coronakrise war auch die anschließende Stärkung organisiert – die Damen der Sozialabteilung hatten nicht in der Mensa gedeckt, sondern am frühen Nachmittag begonnen, Brötchen mit Schinken und Käse zu belegen und zum Mitnehmen in Plastikbeutel zu verpacken, weil vor Ort nicht gegessen werden darf. Insgesamt waren wegen der Coronaregeln weniger ehrenamtliche DRK-Helfer im Einsatz – sechs im Vorfeld der Blutentnahme und fünf Damen für den Imbiss. Alle Spender erhielten ein Getränk in der Flasche und konnten aus der Vielfalt der angebotenen Schokoladentafeln wählen. Bis Leo Wilhelm an der Schokoladenbar Ausschau nach der passenden Geschmacksrichtung halten konnte, sollte es gar nicht so lange dauern. In exakt 5 Minuten und 20 Sekunden war sein Blut durch den transparenten dünnen Schlauch in den Beutel geflossen, so hatte es die freundliche hauptamtliche Mitarbeiterin des DRK-Blutspendendienstes gemessen. Bestens gelaunt hatte er zugeschaut, wie sie die Nadel setzte. Kein Wunder – er spendete sein Blut zum 29. Mal, was ihn selbst überrascht habe. Nur noch etwas ausruhen, dann kann man gehen, erklärt er im Gespräch mit dem TIP, bisher habe er das Spenden gut vertragen. Warum er spendet? Das Blut sei im Moment überall knapp, es tue nicht weh, er mache es gerne und er könne Gutes tun. Als Vorteile für die Spender sieht DRK-Helfer Schack, dass viermal im Jahr das Blut kostenlos untersucht werde, die Blutbildung werde angeregt und die Leute fühlten sich nach seinem Wissen nach einer Blutspende besser. Zudem sei im Spenderausweis die Blutgruppe vermerkt. „Eine Win-Win-Situation für DRK und Spender“, findet Schack. Im Alter von 18 bis 65 Jahren könne man Erstspender werden. Der nächste Blutspendeterminin Bürstadt findet am Dienstag, 24. November, in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule statt. Hannelore Nowacki
Abstand halten war beim Blutspendetermin in der weitläufigen Sporthalle angesagt. Foto: Hannelore Nowacki