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  • Fr., 04. November 2016, 10:21 Uhr
    TG schließt mit vier Platzierungen unter den Top Ten eine grandiose Saison bei der WM in Wetzlar ab

    Bobstädter tanzen Weltklasse

    Freuten sich über ihren 26. Platz bei der ersten WM-Teilnahme: Die jüngste TG-Formation neo. Foto: Hofmann

    Freuten sich über ihren 8. Platz bei der ersten WM-Teilnahme: Die jüngste TG-Formation neo. Foto: Hofmann

    BOBSTADT – Fast 2.000 Tänzer aus 27 Nationen zeigten bei der Weltmeisterschaft im Ballett, Modern und Jazz Dance in Wetzlar ihr Können. Darunter, neben Teilnehmern aus Kanada, Südafrika, Japan oder Russland, auch die TSA der TG Bobstadt. Für das Team Deutschland hatten sich 31 Sportler aus dem Bürstädter Stadtteil qualifiziert und schlossen so eine rundum erfolgreiche Saison ab.

    TG-Cheftrainerin Lisa Ritzert hatte allen Grund, zu jubeln: So viele Tänzer wie nie zuvor hatten sich für das internationale Turnier im eigenen Land qualifiziert. Sie machten deutlich, dass sie auf der großen Bühne problemlos mithalten können.

    Solist Leon Morosch avancierte vor den internationalen Zuschauern zum Publikumsliebling: In der Kategorie Jazz Solo Junioren stand er bereits auf der Tanzfläche der Rittal Arena, als die Musik zwei mal an der falschen Stelle einsetzte. Der Zwölfjährige musste daraufhin von der Fläche und durfte erst am Ende starten, nachdem die Musiker das Problem gelöst hatten. Aufregung ließ er sich trotzdem nicht anmerken: Der Tänzer schaffte es am Ende ins Finale und ertanzte sich mit Rang 7 unter den weltbesten Tänzern einen Platz unter den Top Ten. Auch für das Modern Solo hatte sich der Bobstädter qualifiziert: Mit einer Choreografie von Bundestrainer Andreas Lauck, den Kadertrainings sowie den Einheiten mit seiner Trainerin Lisa Ritzert war Leon wieder bestens vorbereitet und präsentierte sein Stück auf der WM-Fläche so gut wie nie zuvor: „Das war die beste Leistung von ihm in der ganzen Saison“, sagte TG-Cheftrainerin Lisa Ritzert stolz. Als jüngster Teilnehmer im Jugendbereich verpasste er mit Platz 7 nur ganz knapp den Einzug ins Finale der besten Sechs.

    Als jüngste TG-Wettkampf-Formation ging neo in der Kategorie Jazz Kinder an den Start. Die Mädchen hatten sich mit einem ersten Platz bei der Qualifikation ihre Teilnahme klar gesichert. Die acht- bis zehnjährigen Tänzerinnen präsentierten sich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft sehr ausdrucksstark und hatten sichtlich Spaß - für Kinder und Eltern ein tolles Erlebnis. Die Mädchen tauschten mit den Tänzern der anderen Länder bunte Buttons mit den jeweiligen Landesfarben. Mit ihrem achten Platz schafften auch sie den Sprung unter die besten Zehn der Welt.

    Die neunjährige Nachwuchstänzerin Aurelia Gruber startete im Bereich Jazz Solo Kinder und stand erstmals als Solistin auf einer internationalen Tanzfläche. Selbstbewusst und ausdrucksstark präsentierte sie ihre Choreografie. Über ihren 26. Platz bei der ersten WM-Teilnahme waren das Mädchen und alle Fans überglücklich.

    Im Jazz Duo Kinder hatten sich Isabella Blümbott und Liviana Antonucci qualifiziert. Obwohl die Zwei als Team ganz neu zusammen tanzen, präsentierten sie sich als perfekte Einheit. Ihr Stück kam bei der internationalen Jury gleich bestens an, die sie eine Runde weiter schickte. Im Halbfinale lieferten die Bobstädterinnen trotz Nervosität eine tolle Leistung ab und freuten sich am Ende riesig über Platz 10. „Die Zwei sind wie Leon unter den Top Ten der Weltspitze, das ist im Bereich Duo ein toller Erfolg und Abschluss, weil beide nächstes Jahr nicht mehr in der Kategorie Kinder starten dürfen“, so Lisa Ritzert.

    Lieferten eine beeindruckende Leistung ab: Coco. Foto: oh


    Die TG-Formation Coco musste sich in einem sehr beeindruckenden und überaus starken Startfeld von über 20 internationalen Teams nach zwei Jahren in der Kinderliga nun bei den Junioren als eine der jüngsten Mannschaften der Konkurrenz stellen. Anders als bei den Turnieren in Deutschland sind bei einer WM auch Accessoires auf der Bühne zugelassen, weshalb einige Teams mit Stühlen, Schränken oder sogar einem Riesen-Kopierer auf die Tanzfläche marschierten, aus dem die Tänzer als Papier rauskatapultiert wurden. Trotzdem lieferten die 14 Mädchen und der Junge eine beeindruckende Leistung ab. Die Jury ließ nur elf Teams in die nächste Runde, für Coco war deshalb bereits nach dem ersten Durchgang Schluss. Keine deutsche Formation, auch nicht der 13-fache Deutsche Meister l'equipe aus Saarlouis, schaffte den Sprung ins Halbfinale. „Insgesamt sind die deutschen Tänzer diesmal nicht so weit nach vorne getanzt wie erhofft“, sagte Lisa Ritzert. Mit ihren Cocos ist sie dennoch sehr zufrieden: „Ein wirklich toller Saisonabschluss! Und eine beeindruckende Leistung in diesem Feld!“

    Ergriffen waren die Bobstädter und ihre mitgereisten Fans von der Präsentation der Nationen: Unzählige Sportler marschierten mit Flaggen und Fähnchen der 27 teilnehmenden Länder auf die Tanzfläche, die sich in ein leuchtendes Farbenmeer verwandelte, als die Nationalhymne des Gastgebers Deutschland erklang. Für die Bobstädter geht das Training weiter: Anfang März beginnen die Wettkämpfe der neuen Saison. zg

     

     
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