MURMELTIERTAG: „Sogenannte „Grundsau Lodge Nr. 19 im alte Land“ feiert Groundhog Day“
„Bockrem Bert“ prognostiziert Wetter
In Bockenheim feierte die sogenannte „Grundsau Lodge Nr. 19 im alte Land“ den „Groundhog Day“. Foto: oh
LAMPERTHEIM/BOCKENHEIM – Am 2. Februar ist der Murmeltiertag – was in den USA große Tradition hat, ist hierzulande immer mehr in Vergessenheit geraten. Doch auch in unserer Region hatte dieses Ereignis einst eine große Bedeutung. Denn eine alte Bauernregel besagt für den 2. Februar: „Wenn der Dachs an Maria Lichtmess seinen Schatten sieht, bleibt es noch sechs Wochen Winter.“ Dieses Wissen gelangte mit pfälzischen Auswanderern im 18. Jahrhundert nach Pennsylvania. In Ermangelung eines Dachses sagte fortan ein Murmeltier einen frühen Frühling oder langen Winter voraus. Jetzt also wird der „Groundhog Day“, wie der Murmeltiertag im Englischen heißt, „hiwwe wie driwwe“ – bei den Pfälzern in Pennsylvania und den Pfälzern in der Pfalz – gleichermaßen gefeiert.
In Bockenheim in der Pfalz feiert die sogenannte „Grundsau Lodge Nr. 19 im alte Land“ diesen Tag. Aufgrund von Corona muss die große Feier in diesem Jahr leider entfallen – auch die Zeremonie, an deren Ende „Bockrem Bert“ seine Wetterprognose bekannt gibt. Sehr zum Bedauern von Herbert Tiefel aus Hofheim, Hauptmann der sogenannten „Grundsau Lodge Nr. 19 im alte Land“. Kurzerhand wurde jedoch am Samstag durch den Offenen Kanal Worms ein Video gedreht, in dem „Bockrem Bert“ für die kommenden sechs Wochen den Wetterbericht gibt.
„Bockrem Bert“ wurde hierbei direkt am Weinfass, in dem er lebt, befragtHerbert Titel wurde dabei durch den Bockenheimer Ortsbürgermeister Gunther Bechtel, Wieland Benß, Uli Keidel und Michael Werner unterstützt. Dieses Video ist ab dem 2. Februar 2022 ab 12 Uhr auf dem YouTube-Channel des Offenen Kanal Worms zu sehen.
Und auch in Lampertheim hätte eine Veranstaltung anlässlich dieses besonderen Tages stattfinden sollen – mit der Stadt war bereist abgesprochen, „dass wir im Schwanensaal mit Publikum eine Veranstaltung durchführen dürfen”, so Herbert Tiefel im Gespräch mit dem TIP. Doch leider war dies aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich. „Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder besser wird”, so Herbert Tiefel abschließend. red