
WARMSTREIK BEI IXYS: DGB Lampertheim-Bürstadt unterstützt die Tarifforderung der IG Metall „Brauchen auch in Zukunft tariflich entlohnte Industriearbeitsplätze“
LAMPERTHEIM – In der aktuellen Tarifrunde fordert die IG Metall für die 3,9 Millionen der Metall- und Elektroindustrie sieben Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und 170 Euro mehr für die Auszubildenden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Lampertheim-Bürstadt unterstützt mit Nachdruck die Tarifforderung der IG Metall. Mit einer Delegation haben der DGB Lampertheim-Bürstadt, der DGB Bensheim und der DGB Lautertal-Lindenfels den Warnstreik der IG Metall bei Ixys in Lampertheim solidarisch unterstützt. Marius Gunkel (ver.di), Vorsitzender des DGB Lampertheim-Bürstadt, betont: „Durch die Inflation der letzten Jahre ist alles teurer geworden, das spürt jeder am eigenen Geldbeutel. Die Preissteigerungen haben die Lohnsteigerungen aufgefressen. Die Forderungen der IG Metall sind notwendig und vollauf berechtigt.“ Die Vorstandsmitglieder Norbert Fuchs (IG Metall) und Peter Jakob (ver.di) unterstreichen: „Die Inflation geht zwar zurück, doch die hohen Preise bleiben. Das Leben ist deutlich teurer geworden, Das beste Mittel gegen die stark gestiegenen Preise ist eine deutliche Erhöhung der Entgelte und der Auszubildendenvergütungen.“
DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) machte in seiner Rede auf der Streikkundgebung bei Ixys deutlich: „Die Kaufkraft der Beschäftigten ist ein entscheidender Faktor, um die lahmende deutsche Wirtschaft anzukurbeln. Das kann nur funktionieren, wenn die Menschen wieder mehr Geld in der Tasche haben.“ Scharf kritisierte Raupp die Politik des Managements von Ixys und die willkürliche Entlassung von Beschäftigten im Sommer: „Man kann mit Menschen und ihren Arbeitsplätzen nicht Monopoly spielen. Lampertheim und die Bergstraße brauchen auch in Zukunft tariflich entlohnte Industriearbeitsplätze, junge Menschen brauchen Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Zukunft und Perspektive. Dafür kämpfen wir gemeinsam. Es ist höchste Zeit, das Kräfteverhältnis zwischen Arbeit und Kapital wieder zugunsten der Beschäftigten zu verschieben. Das geht nur mit mitgliederstarken Gewerkschaften.“ zg
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