Mi., 19.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 03. April 2017, 14:16 Uhr
    Moderierter Workshop zur Umgestaltung der Nibelungenstraße / Mehrheit für Einbahnstraßenregelung

    Bürger sehen Vorteile der Einbahnstraßenregelung

    BÜRSTADT – Innenstädte attraktiv machen, ihre Infrastruktur und Vielfalt an Einzelhandel, Gastronomie sowie sozialen und kulturellen Angeboten stärken – das ist das Ziel des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche Hessen“, mit dem die Landesregierung die nachhaltige Entwicklung hessischer Innenstädte und Ortskerne unterstützt. Die Stadt Bürstadt ist bereits seit 2008 im Programm und kann schon etliche, erfolgreich realisierte Maßnahmen vorweisen. An diesem Abend ging es diesmal aber speziell um die Umgestaltung der Nibelungenstraße:                                                                                                                   Die Lokale Partnerschaft und die Verwaltung hatten hierzu Anwohner und Geschäftsinhaber der Nibelungenstraße sowie der angrenzenden Straßen sowie Mitglieder der Mobilitätskommission und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zu einem Workshop eingeladen, der vom Kernbereichsmanagement der NH Projektstadt vorbereitet und moderiert wurde. Das mit rund 50 Teilnehmern gut gefüllte Bürgerhaus bot den passenden Rahmen, um alle Vor- und Nachteile der zwei grundsätzlichen Optionen der Straßenführung im Bereich der unteren Nibelungenstraße ausführlich darzulegen und zu diskutieren. Die große Frage des Abends war: Soll die Straße in beide Fahrtrichtungen geöffnet oder die bisherige Einbahnstraßenregelung beibehalten werden? -  „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Beteiligten und Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Positionierung zu dieser Fragestellung abzugeben“ erklärte Herr Müller, stellvertretender Vorsitzender der Lokalen Partnerschaft. In der bisherig geführten Diskussion wurde deutlich, dass man diese weitreichende Frage nicht alleine beantworten kann, sondern das Wissen und die Meinung vieler Bürgerinnen und Bürger benötigt. 

    Im Anschluss an die Vorträge der Fachplaner und Berater gab es in vier Arbeitsgruppen einen regen Austausch darüber, wie es mit der Nibelungenstraße grundsätzlich weitergehen sollte. In den Gruppen wurde engagiert diskutiert, welche Zielsetzungen für die zukünftige Nibelungenstraße wichtig erscheinen, wie beispielswiese ein guter Verkehrsfluss durch die Stadt, Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger oder mehr Grün und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. 

    Die verschiedenen Vorstellungen und Blickwinkel der Bürgerinnen und Bürger auf die Nibelungenstraße zeigten letztlich deutlich: für beiden Optionen können zahlreiche Argumente zusammengetragen werden. 

    Die Vorteile eines Umbaus mit Beibehaltung der Einbahnstraßenregelung lagen letztlich jedoch für viele Gesprächsteilnehmer im Saal auf der Hand: Das Planungs- und Gestaltungskonzept vom neuen Marktplatz über das Historische Rathaus bis zur AllaHopp-Anlage könnte besser weitergeführt werden; durch eine geringere Fahrbahnbreite könnte mehr für Sicherheit und Komfort für Fußgänger und Radfahrer getan werden; vor allem wäre die Außengastronomie am Historischen Rathaus nicht gefährdet.
    Dass mit der derzeitigen Verkehrsführung auch nicht direkte Fahrwege für Kfz durch die Stadt verbunden sind oder aber auch dadurch Schleichverkehre durch Nebenstraßen in Kauf genommen werden müssen, wurde ebenso deutlich angeführt.

    Am Ende des Abends kam man nach Bewertung der verschiedenen Argumente zum Schluss, dass viele der gesammelten Ziele für die unteren Nibelungenstraße nur erreicht werden können, wenn die Einbahnstraßenregelung beibehalten wird. 

    Die Lokale Partnerschaft hat das Workshop-Ergebnis nun in ihrer jüngsten Sitzung ausgewertet: „Die Durchführung des Workshops hat uns einen großen Schritt weiter gebracht“, so Müller, „die Lokale Partnerschaft sieht das Ergebnis als eindeutige Empfehlung für das weitere Vorgehen und gibt diese Empfehlung nun entsprechend an die die politischen Gremien weiter“. 

    Als nächster Schritt steht dann die Beauftragung eines Planungsbüros an, das ein Gestaltungskonzept in Varianten entwickeln soll. Lokale Partner und Bürger sind dann wieder gefragt, ihre Meinungen zur zukünftigen Ausgestaltung des Straßenraums einzubringen.

    Die Ergebnisse des Workshops werden auf der Homepage der Stadt Bürstadt sowie im Rathaus für veröffentlicht. zg

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 2