Ein Sitz im Ortsbeirat ist das Ziel / Nächstes Treffen am 20. November
Bürgergemeinschaft Hofheim gegründet
Lothar Bauer (Mitte) hat in Dorothea Drischel und Markus Stöckel engagierte Mitstreiter gefunden. Die Besucher der Informationsveranstaltung sprachen sich am Freitag einstimmig für die Gründung der Bürgergemeinschaft Hofheim aus. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – Der Wunsch einiger Frauen und Männer, sich für die Belange der Hofheimer einzusetzen, dabei aber politisch neutral zu bleiben, hat Gestalt angenommen. Am Freitagabend fand im Saal des Bürgerhauses die Gründung der Bürgergemeinschaft Hofheim (BGH) statt. Nun wird ein Sitz im Ortsbeirat angestrebt.
Rund 20 Interessierte konnte Lothar Bauer, der die Informationsveranstaltung leitete, begrüßen. Seit über drei Jahrzehnten ist der Sozialdemokrat in diversen Funktionen politisch aktiv, aktuell gehört er dem Ortsbeirat an. Im Frühling erfolgte nach 28 Jahren sein Rücktritt aus dem Vorstand des SPD-Ortsbezirks. „Wenn die Routine überhandnimmt, wird man betriebsblind“, so Bauer, es sei Zeit für eine Veränderung. Unabhängig voneinander hätten ihn Bürger angesprochen, die sich für den Stadtteil engagieren möchten, jedoch nicht innerhalb einer Partei. „Wir wollen ein überparteiliches Diskussionsforum sein und offen und konstruktiv auf die Themen in Hofheim eingehen in Zusammenarbeit mit den Bürgern“, sagte Markus Stöckel, der ebenso wie Dorothea Drischel, Britta Vasta und Beate Bauer-Wagner zu den bisherigen Mitstreitern gehört. Ein besonderes Augenmerk soll Kindern, Jugendlichen und Senioren sowie der Umwelt gelten, erklärten sie bei der Vorstellungsrunde.
Die BGH versteht sich als überparteilich und möchte ein Sprachrohr für alle Bürger sein, egal welcher politischen Ausrichtung sie angehören. Die Ausnahme: rechtes Gedankengut findet hier kein Gehör. Man habe zum Glück keine großen Probleme im Ort, doch kleine Verbesserungsmöglichkeiten gebe es immer. Bei den regelmäßigen Treffen, zu denen jeder kommen kann, soll es jeweils ein Hauptthema geben, beispielsweise das hohe innerörtliche LKW-Aufkommen, Einkaufsmöglichkeiten und Bedürfnisse, das Bahnhofsgelände oder die Stärkung des Einzelhandels. Um zu erfahren, was die Bürger bewegt, ist neben der Einführung eines „Kummerkastens“ auch ein Flyer mit Rückmeldebogen geplant. Ein offenes Ohr für die Menschen haben und die Lebensqualität vor Ort erhalten, das hat sich die BGH auf die Fahne geschrieben und strebt deshalb einen Sitz im Ortsbeirat an.
„Unser Ziel ist es, die Opposition zu SPD und CDU zu sein, aber ganz klar: kein Gegenpart zu Alexander Scholl“, machte Dorothea Drischel deutlich. Man wolle ein Miteinander, kein Gegeneinander. Jeder, der am 14. März zur Kommunalwahl gehe, bestimme mit, merkte Bauer an. Die BGH brauche zirka 200 Wählerstimmen für einen Platz im Ortsbeirat, und mit diesem könne man schon etwas bewirken. Der Gründung der Bürgergemeinschaft stimmten am Freitag alle Anwesenden durch Handzeichen zu, weitere Mitstreiter sind herzlich willkommen. Am Freitag, 20. November, findet die nächste Sitzung statt (siehe Infokasten). Schwerpunkte sind dabei die Vorstellung der Kandidaten für die Kommunalwahl 2021 und die geheime Wahl der Liste mit Platzierung. Darüber hinaus gilt es noch Unterstützungsunterschriften zu sammeln, 18 sind nötig. Bis Ende November sollen die Wahlvorschläge bei der Stadt durch einen Vertrauensmann eingereicht werden. Petra Gahabka
Nächstes Treffen
Die Bürgergemeinschaft Hofheim lädt interessierte Bürger am Freitag, 20. November, um 19 Uhr ins Bürgerhaus ein. Um Voranmeldung wird gebeten unter Telefon 06241/83471 oder E-Mail an lothar.bauer-hofheim@arcor.de