Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 12. Januar 2020, 13:10 Uhr
    Neujahrsempfang der Stadt Bürstadt in festlicher Stimmung mit Sportlerehrung

    Bürgermeisterin Schader sieht die Kommune als Motor für Lösungen 

    In ihrer Neujahrsansprache betonte Bürgermeisterin Barbara Schader, dass beim Klimaschutz alle zum Handeln gefordert seien, auch die Kommunen. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Volles Haus und gute Stimmung. So war der Neujahrsempfang der Stadt Bürstadt am Freitagabend im voll besetzten Bürgerhaussaal zu erleben. Während auf der Großleinwand vor Beginn Bilder aus dem vergangenen Jahr das pralle Leben zeigten, wie es in Bürstadt bei Festen und Begegnungen zu vielen Gelegenheiten pulsiert und mit welcher Freude man in Bürstadt an Laufveranstaltungen teilnimmt, gleich welchen Alters, strömten die Besucher in den Saal. Am Saaleingang hatten Bürgermeisterin Barbara Schader und Ehemann Klaus, Erster Stadtrat Walter Wiedemann und Ehefrau Margarita viele Hände zu schütteln. Zahlreiche Ehrengäste aus Bürstadt und der Umgebung waren der Einladung der gefolgt, deren Namen auf der Leinwand zu lesen waren. Mehrere Amtskollegen von Bürgermeisterin Schader aus Biblis, Einhausen, Lampertheim, Lorsch und Zwingenberg waren gekommen. Majestätischen Glanz brachten die Bürstädter Sonnenbotschafterin Saskia I. und das Stadtprinzenpaar Sabine III. und Michael II. mit. Für den klangvollen Musikgenuss sorgte Tobias Molitor am Klavier mit mehreren Stücken, beginnend mit „Colors of the Wind“ aus dem Film Pocahontas. Ein Stück, das ausdrücke, „wie wundervoll unsere Schöpfung ist“, sagte Bürgermeisterin Schader in ihrer Neujahrsansprache. Die Bewahrung und Achtung dieser Schöpfung sei ein Auftrag, den man nur in Gemeinschaft bewältigen könne. Dem  Klimawandel widmete Schader Überlegungen, die vom Einzelnen und von den Kommunen Verantwortung zum Handeln verlangen. In einer wirkungsvollen Energiewende- und Klimaschutzpolitik seien die Kommunen wichtige Akteure. Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung wie die Haushaltsmittel für ein Klimaschutzkonzept, dokumentierten diese Verantwortung. Unzählige Solaranlagen gebe es bereits auf privaten Hausdächern und Werkshallen.  Neben dem Klima- und Umweltschutz sieht Schader die Themen Mobilität, Wohnen, Digitalisierung und den sozialen Zusammenhalt als die großen Herausforderungen der Kommunen in den kommenden Jahren. Zahlreiche Maßnahmen nannte Schader, die bereits zukunftsweisend geplant seien wie das Energiekonzept für den Sport- und Bildungscampus, die Aufwertung von Grünflächen und Baumpflanzungen.

    Demokratie brauche Demokraten, die mitgestalten und mitwirken, machte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle in seiner Rede deutlich. Foto: Hannelore Nowacki


    Die biologische Vielfalt auf öffentlichen und privaten Grünflächen sei zu stärken. Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum, ein sozial gerechtes und lebenswertes Stadtquartier und die gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben rückte Schader in den Fokus. Den Individualverkehr in der Stadt und den Ortsteilen zu reduzieren nannte Schader als eines der nachhaltigsten Zukunftsthemen. Alternative Mobilitätskonzepte würden zu einem wichtigen Standortfaktor werden. Mit knapp 338.000 Euro beteilige sich Bürstadt jährlich am ÖPNV des Landkreises. In diesem Jahr sollen die Aufzüge zu den Bahnsteigen in Betrieb gehen. Die Verwaltung wird digitaler, wie es das Online-Zugangsgesetz vorschreibe. Mit dem neuen Internetauftritt der Stadt Bürstadt im Laufe des ersten Quartals sei geplant ein Onlinebezahlsystem einzurichten. Und wie ist es zu schaffen, dass die Gesellschaft nicht in Gruppen von Reichen und Armen, von Zufriedenen und Unzufriedenen, von Erfolgreichen und Abgehängten zerfällt? Diese selbst gestellte Frage beantwortet Schader mit einer Beschreibung des Zusammenhalts und der Empathie in Bürstadt als „ausgeprägt soziale Stadt“ durch das Wirken zahlreicher Akteure in Vereinen und Organisationen. Ihnen sprach sie ihren herzlichen Dank aus. Dank der vielen Förderprogramme und der Niedrigzinsphase könne die Stadt 14,5 Millionen Euro in die Zukunft investieren, mit hohen Investitionen im sozialen Bereich. Verstärkt soll der genossenschaftliche, soziale Wohnungsbau unterstützt werden. „Unsere Heimatstadt Bürstadt“ sieht Schader für die nächsten Jahre gut aufgestellt. In ihrer Ansprache knüpfte die evangelische Pfarrerin Johanna Gotzmann an das Zitat von Antoine de Saint-Exupéry an, das Bürgermeisterin Schader an den Anfang ihrer Rede gestellt hatte: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“. Man könne nicht wissen, ob es gelingt, doch brauche es Vertrauen und Glauben. „Alle Dinge sind möglich, der da glaubt“, hatte Jesus dem Vater eines kranken Kindes gesagt. Auch für Toleranz und Mitgefühl warb Gotzmann, für Vertrauen in die eigene Stärke und in Gott. Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle warb in seinem Schlusswort für Optimismus und gute Stimmung. „Pessimismus hat noch nie jemanden weitergebracht“.  Gedanken zur Demokratie standen im Mittelpunkt. Demokratie müsse gelebt werden, habe Adenauer gesagt. „Demokratie muss von ihren Bürgern aktiv gestaltet werden“, betonte Eberle und sprach eine Bitte aus: „Bringen Sie sich ein in unsere Demokratie“. Mit der Einladung zum „gemütlichen Teil“ mit Umtrunk und Imbiss und einem letzten Klavierstück endete der offizielle Teil des Abends. Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1