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    FREIE WÄHLER GEMEINSCHAFT: Einsammlung von Leichtverpackungen ab Januar 2027 auf dem Prüfstand / Rein willkürliche Entscheidung?

    Bürgerproteste bringen Köpfe zum Rauchen

    Foto: Freie Wähler Kreis Bergstraße

    KREIS BERGSTRASSE – Vor knapp sechs Wochen schien die Entscheidung zur künftigen Einsammlung von Leichtverpackungen gefallen. In der Verbandsversammlung des Zweckabfallverbandes Bergstraße (ZAKB) wurde eine Informationsvorlage vorgelegt nach der künftig an den Wertstoffhöfen keine gelben Säcke mehr angenommen werden, so die Freie Wähler Gemeinschaft Kreis Bergstraße (FWG). Weiter war dort zu lesen, dass Gelbe Tonnen im Privatbesitz nur noch bis zur Jahresmitte 2027 vom künftigen mit der Einsammlung beauftragten Unternehmen, der Firma RESO in Michelstadt, geleert werden. Für die Zeit danach wurde angekündigt, dass nur noch Gelbe Tonnen der Firma RESO geleert werden, die die Nutzer kostenpflichtig dort mieten können, wundert sich die FWG.
     
    „Laut jüngsten Presseverlautbarungen des ZAKB sind jetzt plötzlich viele Details noch (wieder) offen und man befindet sich in Verhandlungen mit dem Dualen System sowie mit der Firma RESO. Insofern war es absolut richtig, dass die Freien Wähler Anstoß an der ersten Stellungnahme des ZAKB zur künftigen Einsammlung von Leichtverpackungen übten und detailliert auf die Bestimmungen und Vorgaben des Verpackungsgesetzes hinwiesen”, führt Walter Öhlenschläger, Kreisvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft, zum Sachstand aus. Unverständlich ist deshalb auch der Hinweis in den jüngsten Presseveröffentlichungen, wonach bislang noch keine Rahmenvorgabe festgelegt war. Eine solche Vorgabe ist laut Paragraf 22.2 des Verpackungsgesetzes nämlich zwingend erforderlich.
     
    Die seitherige Einsammlungspraxis von Leichtverpackungen durch das Tochterunternehmen des ZAKB war kundenfreundlich und hat sich jahrelang bewährt. Insofern wäre es weder nachvollziehbar noch akzeptabel, wenn die Kunden künftig Abstriche bei den Leistungen hinnehmen müssten. Die Verantwortlichen des ZAKB seien deshalb gut beraten, sich bei den Verhandlungen mit DS und RESO auf die Hinterbeine zu stellen und für eine kundenfreundliche Einsammlung sowie für eine weitere Leerung der privaten Gelben Tonnen stark zu machen. Schließlich seien die privat angeschafften Behälter genormt und 1 zu 1 mit den RESO eigenen Behältern vergleichbar. Die Information, wonach RESO privat angeschaffte Tonnen nur sechs Monate lang leeren möchte, basiere ganz offensichtlich auf einer rein willkürlichen Entscheidung. Ausschlaggebend scheinen alleine monetäre Gründe zu sein. „Unverständlich ist außerdem, dass RESO für den Kreis Bergstraße angekündigt hat, firmeneigene Tonnen kostenpflichtig zur Verfügung zu stellen, während deren Mutterunternehmen, die Fa. REMONDIS, andernorts Gelbe Tonnen kostenfrei zur Verfügung stellt“, betont die FWG abschließend. zg

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