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  • Do., 16. Juli 2015, 11:58 Uhr
    Neben den Mitarbeiterinnen des Café Memory in Biblis nahmen auch Betreuerinnen der Heppenheimer Gruppen teil

    Bürgerstiftung unterstützt DRK-Fortbildungsveranstaltung für ehrenamtliche Demenzbetreuer

    Die Teilnehmer im Hof vor der DRK Unterkunft der OV Biblis. Foto: oh


     

    HEPPENHEIM - „Vertrauensaufbau braucht Zeit und Geduld besonders im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind“, erklärte die Referentin gleich zu Beginn der Veranstaltung. Ein wichtiger Grundsatz in der Arbeit mit erkrankten Menschen ist, deren Würde, Rechte und Bedürfnissen zu respektieren. Zu den Schulungsinhalten zählten der Umgang mit dementen Menschen, die Schmerzerkennung von jemand, der nicht mehr in der Lage ist, sich klar zu äußern und die vielen verschiedenartigen Beschäftigungsmöglichkeiten wie gemeinsames Singen, Bewegung, spielen und kreatives Gestalten. Die Teilnehmer wurden ermutigt, neues auszuprobieren aber immer mit Blick darauf, wie es der erkrankten Person dabei geht. Ein wichtiges Thema galt der Entlastung der Angehörigen. Mehr als zwei Drittel aller erkrankten und pflegebedürftigen Menschen werden zuhause versorgt. Deren Angehörige stellen somit „Deutschlands größten Pflegedienst“ dar. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, muss man sich selber gut „pflegen“. Die Frage „wo bleibt Zeit für mich“ ist wichtig und erlaubt. Angehörige haben oft das Gefühl, dass sie ihre Eltern „abzuschieben“, wenn sie sie in eine Gruppe bringen. Aber jeder braucht auch Zeit für sich, Freiräume und Entspannung, um der pflegerischen Aufgabe auf Dauer gewachsen zu sein. Die neun Teilnehmerinnen waren von dem vermittelten Wissen und der Vortragsart sehr angetan. „Eine sehr gelungene Fortbildung. Diese Schulungen sollten auf jeden Fall fortgesetzt werden“, lobten die Teilnehmerinnen die Referentin sowie die Organisatoren. Die Teilnehmer sind ehrenamtlich in unterschiedlichen Betreuungsangeboten, wie dem Café Memory in Biblis oder der DRK-Betreuungsgruppe tätig. Das Café Memory begrüßt an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 14 bis 17 Uhr seine Gäste. In der DRK Begegnungsstätte in Heppenheim findet samstags zwischen 10 Uhr und 15 Uhr (außer an und unmittelbar vor Feiertagen) eine Betreuungsgruppe statt und dienstags morgens ein Treffen speziell nur für Männer. Die Angebote sind gedacht für demenzkranke Menschen im frühen und mittleren Stadium der Erkrankung. Die Gruppen werden jeweils von einer Fachkraft und ehrenamtlichen Helfern geleitet, die für diese Aufgabe spezielle Schulungen absolviert haben. Die Kosten können von der Pflegekasse übernommen werden. Weitere Informationen erhalten interessierte Angehörige von Betroffenen bei Carola Friemel unter der Rufnummer 06252/ 700445. Ermöglicht wurde die Fortbildung durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Biblis. zg

     

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