Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 14. Oktober 2016, 12:30 Uhr
    BILA und IG Bahnregion Rhein-Neckar informierten über aktuelle Entwicklung

    Bürgerversammlung nur schwach besucht



    Die BILA-Sprecher Karl Hans Geil (rechts) und Ulrich Guldner (vorne sitzend) sowie Martina Irmscher aus Mannheim (vorne) informierten die Teilnehmer der Bürgerversammlung über die aktuellen Entwicklungen und die gegensätzlichen Ziele von Bahn und Bürgern. Foto: Hannelore Nowacki

    GROSS-ROHRHEIM – Zwei Themen standen ursprünglich für die Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Treff 21 auf der Tagesordnung: Die ICE-Neubautrasse und die Bedeutung der Feuerwehr in einer Kommune, die Bürgermeister Rainer Bersch erläutern wollte. Wegen Erkrankung des Bürgermeisters entfiel dieser Punkt. Zur Bürgerversammlung, die mit nicht einmal zwanzig Teilnehmern schwach besucht war, hatte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Peter Heß eingeladen. Der Erste Beigeordnete Georg Menger vertrat den Bürgermeister. Mindestens einmal im Jahr müssen Bürgerversammlungen nach der Hessischen Gemeindeordnung einberufen werden. Wie sich im Laufe des Abends an der lebhaften Diskussion zeigte, war das Thema ICE-Neubautrasse für die Anwesenden von großem Interesse. Als Gesprächspartner standen den Bürgern drei Sprecher wichtiger Bürgerinitiativen zur Verfügung: Karl Hans Geil und Ulrich Guldner vom Sprecherteam der Bürgerinitiative Lampertheim „Lebensraum vor ICE-Trasse“ (BILA) und Martina Irmscher aus Mannheim, Kernteam-Sprecherin der Bürgerinitiative „Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim“. Alle drei Aktiven sind auch in der Interessengemeinschaft Bahnregion Rhein-Neckar 21 (IG BRN 21) in Sprecherpositionen engagiert. Für die BILA-Sprecher war die Bürgerversammlung der 111. Termin in diesem Jahr. Die Informationen der Bürgerinitiativen waren brandaktuell – Ende September fand die erste Bürgerinformation der Deutschen Bahn in Darmstadt statt und am Vortag hatten in Gernsheim 16 Bürgermeister aus drei betroffenen Landkreisen und zwei Landräte mit der Unterzeichnung des gemeinsamen Positionspapiers die Einigkeit der Region demonstriert. Der zukünftig von der Deutschen Bahn vorgesehenen Mehrbelastung der Bestandstrecken wie der Riedbahn zwischen Groß-Rohrheim und Mannheim mit Güterverkehr soll entgegengewirkt werden, die neue ICE-Trasse soll als Mischstrecke auch für den Güterverkehr genutzt werden – als gebündelte Trasse neben den Autobahnen. Wo heute bereits 84 Güterzüge durch das Ried donnern, sollen nach den Plänen der Bahn bis 2030 395 Güterzüge fahren. Zeitfenster, die zukünftig durch die Verlagerung des ICE-Verkehrs auf die Neubaustrecke entstehen, sollen demnach durch Güterverkehr gefüllt werden – der öffentliche Personennahverkehr hätte das Nachsehen. Hannelore Nowacki

     
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2