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  • Mo., 22. Mai 2017, 09:18 Uhr
    1250 Jahre Bürstadt - Festakt zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten in heiterer Atmosphäre / Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde für die Stadt Bürstadt

    Bürstadt feiert - eine Stadt der Lebensfreude

    Nach der sonnigen Einstimmung mit Musik vor dem Rathaus kam der Festakt zur 1250-Jahrfeier im großen Saal des Bürgerhauses. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT –

    Was macht Bürstadt aus, wie lebt es sich hier? Einen quicklebendigen Eindruck von Bürstadt vermittelte der Festakt zur 1250-Jahrfeier im Bürgerhaus am Samstagabend. Die Leichtigkeit des Seins mit der Heiterkeit eines sonnigen Maiabends zelebrierten die Jubiläumsgäste schon vor Beginn des Festaktes auf dem Platz vor dem Rathaus und Bürgerhaus mit Blick auf den Park und die belebte alla hopp!-Anlage. Beflügelt wurde die Stimmung beim Eintreffen der Gäste von der Frauenband „FEMDÜSAX“, die mit Spielfreude und beschwingten Melodien die Gäste begeisterte. Ein erstes Glas Sekt, Begrüßungen und lebhafte Gesprächsrunden prägten diese erste Phase des vergnüglichen Abends. Eingeladen waren die Bürger, alle die gerne mitfeiern wollten. Unter dem Titel „1250 Jahre Bürstadt – Gestern – Heute – Morgen“ hatten Arbeitsgruppe Festakt und Mitarbeiter der Verwaltung ein in sich stimmiges Programm gestaltet, das beim Publikum gut ankam und nur einen Schluss zuließ: Bürstadt ist eine Stadt der Lebensfreude. Das Gestern ist das Fundament für das heutige Leben, wie Bürgermeisterin Barbara Schader in ihrer Festrede deutlich machte, aber „Tradition ist nicht Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“. Dieses Zitat von Gustav Mahler, nach eigenem Bekunden ein Lieblingszitat der Bürgermeisterin, stellte Moderator Felix Gaudo zu Beginn in den Raum, sie selbst nahm es noch einmal auf, um zu erklären, worum es beim Jubiläum geht: „Wir erinnern uns dieser Geschichte – vor allem aber ist das 1250-jährige Jubiläum für uns ein Anlass zur Freude und Chance, einen vielschichtigen Eindruck von Bürstadt im Wandel der Zeit zu vermitteln“. In der von Felix Gaudo unterhaltsam moderierten Talkrunde zum Thema „1250 Jahre Bürstadt – Gestern – Heute – Morgen“ entlockte er den früheren Bürgermeistern Horst Strecker und Alfons Haag Berichte zu den großen Ereignissen und Entscheidungen aus der jüngeren Geschichte der Stadt sowie humorvolle persönliche Anmerkungen.

    Staatssekretär Werner Koch zeichnete die Stadt Bürstadt mit der Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde aus - sehr zur Freude von Bürgermeisterin Barbara Schader. Foto: Hannelore Nowacki


    Mit 1250 Jahren gehört Bürstadt zu den ältesten Städten in Hessen. Doch eigentlich ist Bürstadt viel älter, denn durch den Sensationsfund des Ur-Bürstädters „Bötzi“ weiß man, dass er im Jahr 5200 vor Christus hier gelebt haben muss. Auf die weit in die Jungsteinzeit zurückreichende Siedlungsgeschichte weist auch der historische „Sackstein“ inmitten der Feldflur hin. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung durch eine Schenkungsurkunde vom 1. November 767 fand Bürstadt Eingang in die besser bekannte Geschichte. Das Kloster Lorsch erhielt damals von einem gewissen Thurincbert eine Wiese und sechs Morgen Ackerland in der „Birstather marca“ übereignet, wie aus dem „Codex Laureshamensis“ zu erfahren war.  Bürgermeisterin Barbara Schader erinnerte in ihrer Festrede an diese Vergangenheit von Bürstadt, in der Hauptrolle der Gegenwart sieht sie jedoch die Bürger der Stadt, ihr Engagement in fast 100 Vereinen und in der europäischen wie auch internationalen Verbundenheit. Wie sehen junge und alte Bürstädter ihre Heimatstadt, was wünschen sie sich für ihre Stadt? In spannenden Videoclips kamen Erwachsene und Kinder zu Wort, die Alten erinnerten sich an ihre Schulzeit im landwirtschaftlich geprägten Bürstadt, wünschen sich ein Ärztehaus mit Parkplatz und wissen zu feiern, die Kinder freuen sich über den „alla hopp!-Spielplatz“ und finden Bürstadt „toll“, auch weil es „ein schönes Schwimmbad“ gibt. Mit großer Anerkennung sparte auch Staatssekretär Werner Koch nicht, der die Gratulation des Landes  Hessen überbrachte und im Namen der Landesregierung Bürgermeisterin Schader die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde für die Stadt Bürstadt überreichte. Mit der Verleihung dieser Urkunde würdigt die Landesregierung die von den Einwohnern der Stadt Bürstadt zum Wohl des Gemeinwesens erbrachten Leistungen. Die Freiherr-vom-Stein-Plakette wurde der Stadt Bürstadt bereits 1967 verliehen. Bürstadt sei ihm „an das berühmte Herz gewachsen“, betonte Staatsekretär Koch auch mit Blick auf das neue Logo und die Stadt mit ihren Menschen: „Eine vitale Stadt mit hohem bürgerschaftlichen Engagement, das sich wie bei diesem Fest zeigt, modern, leistungsfähig, gesellig und mit der Identität von Gemeinsamkeit“. Landrat Christian Engelhardt gratulierte zum Jubiläum mit dem persönlichen Bekenntnis, dass er gerne nach Bürstadt komme und sich hier wohlfühle: „Auch mein Herz schlägt für Bürstadt“. Hier habe man die Zeichen der Zeit erkannt, Arbeitsplätze werden geschaffen und mit dem Campus für Bildung, Bewegung, Sport und Soziales ein dickes Brett gebohrt, wie bei der Spargelwanderung gehe man über die Grenze hinaus. Ein lebendiges Zeichen hatte Engelhardt in Gestalt eines Herzkirschbäumchens mitgebracht, das er gemeinsam mit der Bürgermeisterin pflanzen wolle. Zu großer Runde kamen der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer und Bürgermeister Felix Kusicka aus Biblis gemeinsam mit den Stadtoberhäuptern der europäischen Partner- und Freundschaftsstädte auf die Bühne, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Im goldenen Licht der untergehenden Sonne wurde die Feier draußen fortgesetzt, angereichert mit kulinarischen Köstlichkeiten für jeden Geschmack und musikalischer Unterhaltung.  Hannelore Nowacki

     

    Die Stadtoberhäupter von Lampertheim und Biblis sowie der europäischen Partner- und Freundschaftsstädte versammelten sich zur Gratulation mit Staatssekretär Werner Koch und Landrat Christian Engelhardt auf der Bühne. Felix Gaudo moderierte die Talkrunde. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     
     

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