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  • Do., 15. August 2019, 09:03 Uhr
    Erster Termin mit Gründung findet am 28. August im Briebelsaal statt

    Bäschdädder Babbler starten durch

    Die Bäschdädder Babbler stehen vor ihrer Gründung. Unterstützung und Erfahrungsaustausch gibt es von  und mit den Lombaddder Babblern Kalle Horstfeld (links) und Kerstin Zecher. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Bald ist es soweit: Auch in Bürstadt macht sich eine Gruppe stark, die die heimische Sprache hochhalten will. Nach dem Motto „Was die Lömbärder kenne, des kenne mär ah“ versammelt Initiator Frank Gumbel zukünftig alle Mundart-Liebhaber an jedem letzten Mittwoch im Monat im Briebelsaal, wie er im Rahmen eines Pressegesprächs mitteilte. Gekommen waren auch Kalle Horstfeld sowie Kerstin Zecher von den Lomabdder Babblern, die dabei von ihren durchweg positiven Erfahrungen aus der Spargelstadt berichten konnten. Gleich beim ersten Treffen seien vor fast genau einem Jahr 30 Leute dagewesen. Der Kontakt zwischn den beiden Mundsprachlern entstand bereits vor ein paar Monaten. Horstfeld hatte Talkrunden von Gumbel besucht, Gumbel wiederum war bereits mehrmals Gast bei den Lombadder Babblern und lieferte dabei selbst Beiträge zur Unterhaltung des Publikums. „So wie das Kalle handhabt mit festen Terminen einmal im Monat und bestimmten Themen, unter denen der Abend steht, so will ich das auch handhaben“, erklärte Gumbel. Beim ersten Treffen am 28. August dreht sich deshalb alles um das Thema „Bäschdädder Essen“. Hierbei wird über spezielle Essen aus Bürstadt gebabbelt und gelacht. „Da fallen mir gleich Dinge wie Ausgscheppte und Broggelbohne sowie Riwwelkuche ein“, zählte Gumbel auf. Hier ist dann aktive Beteiligung der Besucher mit Gedichten, Geschichten und Witzen ausdrücklich gewünscht – möglichst im heimischen Dialekt – uf bäschdädderisch. Weitere Themen, die für die kommenden Monate vorgesehen sind, ist unter anderem die Sainawwels-Kätt sowie unvergessene Bürstädter Idole. Mit im Boot sind bereits Doris Keinz, früherer Bütten-Star beim SKK. Ihr Gatte Hermann war Mitbegründer des Spiel und-Kulturkreises und hat einen reichen Fundus an Bäschdädder Kulturgut hinterlassen. Mit dabei ist auch Ur-Bäschdädder Gerhard Winkler sowie Theo Held, der Heimatforscher, der immer ein großes Wissen über und von Bürstadt besitzt. Weitere Mitstreiter sind Hans-Dieter Niepötter, Markus Hartmann, Hubert Eberle, Ingrid Beickert, Richard Ruh und Richars Schader. Was Gumbel dazu bewogen hat, die Bäschdädder Babbler gründen zu wollen ist schnell erklärt. Immer mehr verliere die Mundart seiner Meinung nach an Stellenwert im Alltag. „Dialekt ist für mich die Verbundenheit zu meiner Heimat und den Menschen, die hier leben. Es schafft eine gewisse Nähe zu diesen Personen“, meinter Gumbel. Diese Verbundenheit habe er auch in Lampertheim erfahren. Eva Wiegand

     

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