
SÜDHESSEN – „Internationale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und handelspolitische Veränderungen haben den Arbeitsmarkt im Jahr 2025 geprägt und zu schwierigeren Rahmenbedingungen geführt. Auch in den nächsten Monaten wird sich an dieser Situation kaum etwas ändern. Die Chancen für arbeitslose Menschen, eine neue Beschäftigung zu finden, haben sich verschlechtert und die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist bedingt durch viele Unsicherheiten zurückgegangen. Neue Arbeitsplätze in der Region Südhessen sind fast ausschließlich in den Behörden und im Pflegebereich entstanden, während in den konjunkturabhängigen Wirtschaftssektoren Jobs abgebaut werden. Impulse der Politik zur Stärkung der regionalen Wirtschaft sind nun gefragt, um die Situation auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern“, so Alexander Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt. Hessenweit erreicht die Arbeitslosigkeit mit 5,8 Prozent das höchste Niveau seit 2020.
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Geschäftsstellenbezirk Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 32 auf 2.603 Personen gestiegen. Das waren 83 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 4,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,6%. Dabei meldeten sich 581 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 7 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 552 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–4). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.995 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 584 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.929 Abmeldungen von Arbeitslosen (+605). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 19 Stellen auf 657 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 90 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Dezember 122 neue Arbeitsstellen, 34 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.439 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 55.
Rechtskreis SGB III
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von November auf Dezember um 31 auf 1.060 Personen gestiegen. Das waren 124 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 2,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 1,7%. Dabei meldeten sich 334 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 32 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 309 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+17). Seit Beginn des Jahres gab es 3.887 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 331 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 3.739 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+339).
Rechtskreis SGB II
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von November auf Dezember geringfügig um 1 auf 1.543 Personen gestiegen. Das waren 41 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 2,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,9%. Dabei meldeten sich 247 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 25 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 243 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 21 weniger als vor einem Jahr. Seit Beginn des Jahres gab es 3.108 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 253 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 3.190 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+266). red
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