Der gemischte Chor „Purple Voices“ des Sängerbundes MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld. Foto: ehr
HÜTTENFELD –
Nach Monaten der pandemiebedingten Abstinenz hat nun auch der MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld endlich wieder ein großes Konzertevent mit seinen Chören veranstaltet. Nachdem vor zwei Wochen schon die Jugendabteilung „Young Voices“ bei ihrem Sommerkonzert das Bürgerhaus füllen konnten, waren auch jetzt zum Chor-Matinée anlässlich des 130 Vereinsjubiläums zahlreiche Besucher in die Halle geströmt, um endlich wieder ihren Sängerbund zu hören.
Vereinspräsident Kurt Muntermann war sichtlich stolz, als er unter den Zuhörern auch prominente Gäste begrüßen konnte. Hier erwähnt den Vorsitzenden des Sängerkreises Bergstraße Heinz Ritsert, Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb und Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg. Bürgermeister Störmer und Heinz Ritsert sprachen einige Grußworte. Hier soll nicht unerwähnt bleiben, dass die in die Jahre gekommene Tonanlage des Bürgerhauses einmal mehr versagte, und das bezeichnenderweise bei den Grußworten des Bürgermeisters.
Dann betraten die Chöre die Bühne. Es begannen die Männer – zahlenmäßig zwar geschrumpft aber immer noch stimmgewaltig – mit dem Sängergruß. Mit der „Ausfahrt und Wiederkehr“ und „Dona Maria“ wählte Chorleiter Marc Bugert zwei weitere Stücke, mit denen die Herren sich hörbar wohlfühlten und dem Publikum zeigten, dass sie in der zweijährigen Pause nichts an Musikalität verloren haben.
Der Frauenchor stand dem in nichts nach. Abwechslungsreich gestaltete Bugert hier die Liedauswahl. Die Stücke „Dorf am Ufer am See“, „Dream a little dream“ und „Feel the spirirt“ sind allesamt neu im Repertoire und ließen das Publikum beschwingt mitgehen. Nach wie vor überzeugten die Damen durch ausgewogene Stimmen und klare Klänge auch in den höchsten Lagen. Susanne Ergler tat sich einmal mehr als Solistin hervor.
Der Kinder- und Jugendchor – die „Young Voices“ – hatten ihren großen Auftritt ja schon vor zwei Wochen. Der Kinderchor brachte mit seinem Chorleiter Ronny Ehret, der seine Chöre auch auf dem Keyboard begleitete, kesse Lieder wie „Immer die Großen“ oder pfiffen sich frech eins bei der „Käsebande“ von Peter Schindler. Der Jugendchor konnte leider nicht in voller Chorstärke antreten, überzeugte dennoch mit den Gospels „If you’re happy“ und „Power“. Am Ende erhielten sie mit erhobener Faust ihren verdienten Applaus. Unter die Haut ging dann der von beiden Chören gemeinsam vorgetragene Song „Keshet l’vana“ von Josef Hadar.
Einen interessanten Farbtupfer setzte der Gastchor „Taktfest“ aus Lorsch, der ebenfalls von Marc Bugert geleitet wurde . Und sie zeigten sich bei den internationalen Songs „And so it goes“ von Billy Joel, dem sehr beliebten „Hallelujah“ von Leonard Cohen und „Angels“ nicht nur taktfest, sondern auch intonatorisch auf höchstem Niveau.
Dann betrat der gemischte Chor „Purple Voices“ des Sängerbundes die Fläche. Der Chor setzt sich größtenteils aus Mitgliedern des Frauen- und Männerchores zusammen und hatte Evergreens wie „Country Roads“ von John Denver oder „Lieberkimmer lohnt sich nicht“ nach einem Satz von Lorenz Maierhofer im Programm, mit dem der Geschmack des Publikums voll getroffen wurde.
Der Männerchor beendete dann traditionell das Konzert zusammen mit „Taktfest“ stimmgewaltig mit „Benia Calastoria“. Eine Zugabe war bei der Begeisterung des Publikums obligatorisch. ehr