Mi., 19. August 2020, 13:01 Uhr
SONNTAGS BEI ANTON: Philosophisches Gesprächsforum am 6. September / Anmeldung erforderlich
„Corona und Philosophie“
LAMPERTHEIM – Am Sonntag, 6. September, wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lampertheim das philosophische Gesprächsforum „Sonntags bei Anton“ fortgeführt. Dieses wird moderiert und geleitet von dem Philosophen Anton Schmitt, der unter anderem an der Volkshochschule Lampertheim regelmäßig Philosophie-Seminare anbietet. Beginn der Veranstaltung im Sitzungssaal des Alten Rathauses ist um 11 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Bedingt durch die Corona-Pandemie ist für die Teilnahme eine Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Volkshochschule per E-Mail unter vhs@lampertheim, telefonisch unter 06206/935-362, -207 oder über die Homepage unter lampertheim.de/de/vhs/ im Voraus unbedingt erforderlich.
Das Thema dieser Veranstaltung lautet „Corona und Philosophie“. Wir alle haben die Auswirkungen des „Lockdowns“ seit Mitte März am eigenen Leib erlebt und sind auch heute noch nicht „über dem Berg“. Welche Erfahrungen nun haben wir dabei gemacht, welche Probleme sind uns dabei bewusstgeworden? Zum Beispiel Einschränkung der „Grundrechte“– mit welcher Rechtfertigung? Die Rolle von Experten oder die Rolle der Medien. Die Auswirkungen des Lockdowns auf unsere wirtschaftliche und private Situation und vieles andere mehr.
Wir wollen diesen Erfahrungen in der Veranstaltung nachgehen und den Meinungen dazu Raum geben. Vor allem aber auch in Hinsicht auf die Zukunft, die derzeitige Unsicherheit etwa: Steht uns eine zweite Corona-Welle bevor? Und noch viel allgemeiner: Ist die „Corona-Pandemie“ nicht nur ein Beispiel für ähnliche Krisen und Katastrophen, die nicht nur möglich, sondern uns schon ganz nahe sind? Man denke an die Folgen des „Klimawandels“ (Hitze- und Dürrewellen, die vor allem unsere Land- und Forstwirtschaft heute schon beträchtliche Sorgen bereiten). Kann die Philosophie hierzu überhaupt etwas zu sagen?“
Was tun, wenn wie durch Corona bedingte existenzielle Entscheidungen ohne sichere Datengrundlage und in größter Eile zu treffen sind, weil große Gefahren drohen?“ Und tatsächlich: Hier bieten sich moderne, neuartige philosophische Spezialdisziplinen wie z.B. „Risikoethik“ und „Entscheidungstheorie“ an. Diese können gerade für das unvermeidliche Verhalten in ungewissen Situationen rationale Klarheit und Orientierung bieten. Insgesamt also ein vernünftiges Nachdenken auf die grundsätzliche Frage anbieten: Was können wir vor, während und nach einer Katastrophe wissen – und wie können wir dabei „rational“ handeln? Was können wir hieraus für den Umgang mit weiteren zu erwartenden Krisen lernen? zg