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  • Mo., 02. März 2020, 09:37 Uhr
    Kein Kontakt zu anderen Personen im Landkreis / Wie kann man sich schützen?

    Corona-Virus bei Frau aus Lampertheim bestätigt

    LAMPERTHEIM –Im Kreis Bergstraße hat sich bei einer Person der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Es handelt sich um eine Frau (42 Jahre) aus Lampertheim, die zur Fastnacht in Heinsberg, Nordrhein-Westfalen, gewesen war. Sie hat leichte Krankheitssymptome und befindet sich derzeit einschließlich ihrer Familie, mit der sie in den vergangenen Tagen engen Kontakt hatte, in häuslicher Quarantäne. Bei der Familie findet eine engmaschige Betreuung durch das Gesundheitsamt statt. Die Familie hatte seit ihrer Rückkehr aus Heinsberg zu keinen anderen Personen im Landkreis Kontakt.

    Der Kreis Bergstraße informiert auf seiner Internetseite www.kreis-bergstrasse.de ausführlich über die Viruserkrankung – hier die wichtigsten Informationen zusammengefasst: Das Coronavirus (SARS-CoV2) gehört zu der gleichen Gruppe Coronaviren wie das SARS- und MERS-Virus (Beta-Coronaviren). Die Atemwegserkrankung, die das neue Virus SARS-CoV2 auslöst, wird als „COVID-19“ bezeichnet. Man nimmt an, dass der Vorläufer des neuartigen Coronavirus von Wildtieren stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan angesteckt haben. Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch – primär über Sekrete der Atemwege erfolgt. Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

    Welche Symptome verursacht das Corona-Virus?

    Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätz die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung durch das Virus als gering bis mäßig ein. Das RKI geht aktuell davon aus, dass es beim Corona-Virus deutlich weniger schwere Fälle und Todesfälle zu geben scheint als bei anderen Erkrankungen aus der Gruppe der Corona-Viren. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit (die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome) bis zu 14 Tage dauern kann.

    Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

    Wie kann man sich schützen?  

    Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Es gibt keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

     

    Bei Verdacht untersuchen lassen

    Falls Sie den begründeten Verdacht haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausarztpraxis oder – außerhalb der Sprechzeiten der Hausarztpraxis – an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD). Bitte nehmen Sie jeweils zunächst telefonisch Kontakt auf (die bundeseinheitliche Rufnummer des ÄBD lautet 116117). Das Land Hessen hat darüber hinaus eine Informations-Hotline für Bürgerinnen und Bürger geschaltet. Diese ist täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer: 0800 555 4666 erreichbar. Zudem informiert auch das Bundesministerium für Gesundheit mit seinem Bürgertelefon unter der Telefonnummer: 030 346 465 100 bundesweit zum Coronavirus.

    Weiterführende Informationen sowie kontinuierlich überarbeitete Handlungsempfehlungen finden Sie auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/informationen-und-faq-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2 sowie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html. Antworten zu häufig gestellten Fragen finden Sie hier: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html. zg

     

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